𝔖 Bobbio Scriptorium
✦   LIBER   ✦

Beiträge zum Mechanismus der Aminomethylierungsreaktion VI. Trans-Aminomethylierungen

✍ Scribed by Hellmann, Heinrich ;Opitz, Günter


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1957
Tongue
English
Weight
326 KB
Volume
90
Category
Article
ISSN
0009-2940

No coin nor oath required. For personal study only.

✦ Synopsis


Durch Trans-Aminomethylierung wird aus N-Methoxymethyl-piperidin mit Phenyl-lithium N-Benzyl-piperidin und mit LiAIH4 N-Methyl-piperidin gebildet. Metallierte Sulfone lassen sich nicht mit N-Methoxymethyl-piperidin in nennenswertem MaDe zu P-Amino-sulfonen umsetzen.

In den ersten Mitteilungen dieser Reihel) wurden Arbeiten iiber das aminoalkylierende Agens, in den spateren %3) solche uber die H-aciden Komponenten der Aminomethylierungsreaktion mitgeteilt.

Aus den Untersuchungen geht hervor, daR in der Aminoalkylierungsreaktion nur Stoffe von geeignetem nucleophilem Potential umgesetzt werden konnen. In der Mehrzahl der Falle ist es notwendig, den Ansatzen zur Bildung des Carbenium-Immonium-Ions Saure hinzuzufiigen. Man kann also im allgemeinen nicht eine schwach nucleophile oder gar nicht nucleophile Substanz durch Basen aktivieren und gleichzeitig mit Carbonyl-Verbindungen und Aminen aminoalkylieren.

Gliicklicherweise wird diese Lucke wenigstens teilweise durch die Trans-Aminoalkylierungsreaktion ausgefiillt. Aminoalkyl-Derivate konnen haufig ihre Aminoalkyl-Gruppe ohne die Einwirkung von Sauren auf andere Partner ubertragen, z.B. nach NCe + eO3S.CHz.N(A!k)z + NC.CH2.N(Alk)z + SO$e und JMg.CH3 + HsCzO*CH2*N(AIk)z --+ CH3.CHz.N(Alk)z + JMg.OC2HS Auch die Vinylogen sind dieser Umsetzung zuganglich, z. B. BrMg C6H5 + H3CO . CH2 <>-N(CH3)z -+ C6Hs . CHy<>-N(CH,)z -+ BrMgOCH3 F. G. MANN und F. H. C. STEW ART^) beweisen, dal3 die Resonanzstabilisierung der Carbenium-Jmmonium-Ionen entscheidend fur das Eintreten der Reaktion ist.

Derartige Trans-Aminoalkylierungen gelingen besonders leicht, wenn ein schwach nucleophiler Rest in der Aminoalkyl-Verbindung gebunden ist und ein wesentlich starker nucleophiler Stoff angeboten wird. Dieses Verfahren bietet den Vorteil, daR man in Gegenwart von Basen arbeiten kann. J 3 ist also moglich, eine nur wenig oder iiberhaupt nicht nucleophile Substanz vor oder wahrend der Reaktion in ein stark nucleophiles Derivat iiberzufiihren, welches dann auf dem Wege der Trans-Aminoalkylierungsreaktion aminoalkyliert werden kann.

Nach dieser Interpretation sollten auch andere Anionen von hohem nucleophilem Potential entsprechende Trans-Aminomethylierungen auslosen konnen.


📜 SIMILAR VOLUMES


Beiträge zum Mechanismus der Aminomethyl
✍ Hellmann, Heinrich ;Opitz, Günter 📂 Article 📅 1957 🏛 Wiley (John Wiley & Sons) ⚖ 421 KB 👁 1 views

## Abstract Michlers Hydrol, ein farbloses vinyloges Carbinolamin, das ein tief blaues Carbenium‐Imonium‐Ion liefert, wurde mit Dibenzoyl‐methan. Dimedon, Formamino‐malonester, Antipyrin, Indol, Isatin und Benzol‐sulfonamid kondensiert. Das Kondensationsprodukt aus Dimedon und Michlers Hydrol konnt

Beiträge zum Mechanismus der Aminomethyl
✍ Hellmann, Heinrich ;Opitz, Günter 📂 Article 📅 1957 🏛 Wiley (John Wiley & Sons) ⚖ 289 KB

## Abstract Dibenzyl‐sulfon, Diäthyl‐sulfon, Äthyl‐phenyl‐sulfon, Methyl‐phenyl‐sulfon, Sulfonal, Methyl‐__p__‐tolyl‐sulfon und Benzyl‐phenyl‐sulfon ließen sich im Gegensatz zu den entsprechenden Ketonen mit Formaldehyd und sek. Aminen unter verschiedenen Bedingungen nicht in Mannich‐Basen überführ