Über zwei Bildungsweisen von Natriumnitrid und Kaliumnitrid
✍ Scribed by Wattenberg, H.
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1930
- Weight
- 440 KB
- Volume
- 63
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-9631
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✦ Synopsis
1667 249. H. W a t t e n b e r g : ober zwei Bildungsweisen von Natriumnitrid und Kaliumnitrid. [Aus d. Chem. Laborat. d. Bayr. Akad. d. Wissenschaften in Miinchen.] (Eingegangen am 19. Mai 1930.) Unter den binaren Verbindungen der Alkalimetalle kennen wir h e r noch nicht diejenigen mit Stickstoff, ihre Nitride. Das Lithium, das ja allgemein in seinem Verhalten den Erdalkalien nahesteht, nimmt eine Ausnahmestellung ein: Es verbindet sich 5hnlk.h wie diese sponkn mit molekularem Stickstoff schon bei gewohnlicher Temperatur. Mit den anderen Alkalimetallen ist der Stickstoff in molekularer Form nicht zur Reaktion zu bringen, auch nicht unter Druck, bei hohen Temperaturen und bei Gegenwart von Eisen'), das sonst ein wirksamer Stickstoff-Katalysator ist. Ebensowenig gelang es, durch thermische Zersetzung der A mi d e zu den waserstoff -freiexr Stickstoffverbindungen zu kommen 7. Dagegen schienen nach Beobachtungen von Salets), Gehlhoff und R o t tgardtd), Zehnders) bei der Einwirkung von Stickstoff auf Alkalimetalle unter dem EinfluS einer elektrischen Entladung die Nitride zu entstehen; denn das Reaktionsprodtikt gab mit NeBlers Reagens Ammoniak-Reaktion. Auch der nachleuchtende aktive Stickstoff reagiert nach S t r u t t s ) mit Natrium unter Bildung von Produkten, die mit Wasser Ammoniak liefern. Neuerdings wird jedoch von Moldenhauer und Mottig') auf Grund eigener Versuche bestritten, daS bei der Reaktion von elekhisch aktiviertem Stickstoff mit den Alkalimetallen die Nitride entstehen, denn sie konnten zwar interessanterweise dabei die'. Bildung von Aziden , aber nicht von Nitriden feststellen.
Es war das Ziel der im folgenden beschriebenen Versuche, diese Widerspriiche aufzuklaren, und andererseits auf einem womoglich rein chemischen Wege zu einer Darstellung der Alkalinitride zu gelangen. Ihr Ergebnis kann man so zusammenf assen :
Die Alkalimetalle (K, Na, Rb) verbinden sich mit dem in der Glimmentladung angeregten Stickstoff sowohl zu Nitrid wie zu Azid, und zwar h k g t deren Mengenverhdtnis von der Natur des betreffenden Metalls, von der Temperatur und von der Dauer der Einwirkung .ab. Daraus lassen sich die Unterschiede zwischen den Ergebnisen von Moldenhauer und Mottig und den anderen Autoren erklaren.
Die Nitride von Natrium und Kalium entstehen bei der thermischen Zersetzung ihrer Azide, sowie aus Metall und h i d beim Erhitzen. Damit wurde zum ersten Male eine rein chemische Bildungsweise von Na,N und K,N gefunden. 1. Die Reaktion zwischen Alkalimetall und dem in der elektrischen Wenn man Stickst off von einigen Millimetern Druck in Gegenwart von fein verteiltem Natrium (Spiegel) der elektrischen Entladung eines I n -Entladung aktivierten Stickstoff. 1) Guernsey 11. Sherman, Journ. Amer. chem. Soc. 47, 1933 [1925!. *) T i t h e r l e y , Journ. chem. SOC. London 65, 511. 3) S a l e t , Pogg. Ann. 158, 331 [18763: Compt. rend. Acad. Sciences 83, 223 [rS76]. ') Verh. Dtsch. Physikal. Ges. 1%. 492. 963 [rgro?. *) Wiedem. Ann. 63, 56 [1894]. 6) Proceed. Roy. SOC. A. 88, 542. [1913j. 7, B. 62. 19j4 [rg-gj. Berichtr d. D. Chem. Gerellschafc. Jahrg. LXIII. Zur Erzeugung der elektrischen Entladung diente ein Funken-Induktor, der 4-6 Amp. prinizr aufnahin und dabei in Luft eine Schlagweite von ca. 1 2 cni hatte. 14) Ein Verfahren, auf diese n'eise NaH herzustellen, wird von E. T i e d e in Dtsch. Reichs-Pat. 417 508 [I9251 gegeben. l) B. 83, 1396 [ ~g p ! .
- s. D e n n s t e d t , Entwickl. d. organ. Elementaranalj-se (Stuttgart, 1899), S. 2 2 . 5, A. 187, 143 [1877!.
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