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Über Steroide. 49. Mitteilung. Über Farbreaktionen

✍ Scribed by K. Miescher


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1946
Tongue
German
Weight
555 KB
Volume
29
Category
Article
ISSN
0018-019X

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✦ Synopsis


Wir haben schon mehrfach iiber das Auftreten von Farbreaktionen, insbesondere in der Steroidreihe, berichtet. Sie dienten uns z. R. zur Unterscheidung a) 17-cisoider und 17-transoider Hydroxylgruppen, b) in der Seitenkette einfach oder doppelt ungesattigter Diphenyl-cholane und c) in 1-Stellung ungesattigter und gesattigter Bisdehydro-doisynolsiiuren. Diesen Farbreaktionen war die Verwendung ausgesprochen elektronegativer Reagentien, insbesondere starker Sauren, wie Sehwefelsaure, Acetylschwefelsaure und Trichloressigsiiure, gemeinsam, und wir wiesen schon in unseren ersten Publikationen auf diesem Gebiete3) darauf hin, dass die den Farbungen zugrunde liegenden ,,Chromogene" im allgemeinen stark unges a t tig t sein miis s ten. I. Die bisher von uns gepriiften Farbreaktionen. Nachfolgend mochten wir einen kurzen Uberblick iiber unsere bisherigen Resultate unter Beriicksichtigung neuer Befunde geben. a ) F a r b r e a k t i o n n a c h E i g i u n d Hiescher. Zum Nachweis einer cisoiden, 17-standigen Hydroxylgruppe in Steroiden kocht man nach der Vorschrift von Kagi und Miescher (1. c.) eine Losung der Substanz in Eisessig mit einem Tropfen konz. S&wefelsaure4) und tropft nach dem Abkiihlen eine Losung eines Halogens, insbesondere Brom in Eisessig, zu. An Stelle des Halogens konnen auch Acetanhydrid, Propionsaure-anhydrid usw., nicht aber Ameisensaure-essigsaure- anhydrid, dagegen Chromsaure Verwendung finden. Mit Schwefelsiiure wird das cisoide Hydroxyl in 17-Stellung des Steroidkerns als Wasser abgespalten unter Bildung einer Doppelbindung. Somit handelt es sich in Wirklichkeit um eine Farbreaktion auf entsprechende kern-ungesattigte Verbindungens). Zur Entstehung der Farbe ist eine retro-


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