Über Silikone, CVI. Darstellung von Organoantimon(III)- und Organobismutin(III)-Verbindungen mit Hilfe von Organopentafluorosilicaten bzw. Organotrifluorsilanen in wäßriger Lösung
✍ Scribed by Müller, Richard ;Dathe, Christian
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1966
- Tongue
- English
- Weight
- 250 KB
- Volume
- 99
- Category
- Article
- ISSN
- 0009-2940
No coin nor oath required. For personal study only.
✦ Synopsis
Darstellung von Organoantimon(II1)-und Organobismutin(II1)-Verbindungen rnit Hilfe von Organopentafluorosilicaten bzw . Organotrifluorsilanen in waRriger Losung Aus dem Institut fur Silikon-und Fluorkarbon-Chemie, Radebeul-Dresden (Eingegangen am 3. Dezember 1965) H WaRrige Losungen von Antimontrifluorid reagieren rnit Ammoniummethylpentafluorosilicat (1) bzw. Ammoniumphenylpentafluorosilicat (4) unter Bildung von Trimethylstibin (2) bzw. Diphenylantimon(II1)-fluorid (5). Ersetzt man SbF3 durch (NH4)zSbFs (6) oder arbeitet man unter Bedingungen, wo sich hypothetisch H2[RSiF5] bilden kann, so vermag man unmittelbar vom Phenyltrifluorsilan (7) auszugehen. Mit Phenyltriathoxysilan (8) kbnnen in flu& saurer Antimontrifluoridlbsung Fluorierung und Arylaustausch in einer Stufe durchgefuhrt werden. In ahnlicher Weise konnte (C6H&Bi (10) gewonnen werden.
WaBrige Losungen von Silber-, Kupfer-, Gold-und Quecksilbersalzen spalten die durch Anhaufen von Fluoratomen am Silicium gelockerte Si ---Bindung in Organopentafluorosilicaten, Mez[RSiF5]3-5). Es entstehen die entsprechenden, u. U. rnit Metallsalzen (AgNO3) usw. stabilisierten, metallorganischen Verbindungen, von denen die kurzlebigen Silber-und Kupferorganyle in bekannter Weise in die Metalle bzw. Metalloxide und Kohlenwasserstoffe zerfallen, wahrend die bestandigen Organoquecksilber-Verbindungen rnit hohen Ausbeuten abgetrennt werden konnens). Auch Antimon bildet wie Quecksilber hydrolysefeste, nicht von selbst zerfallende Organoverbindungen.
Bei der Fluorierung von Trichlormethyltrichlorsilan, CC13SiC13, mit wasserfreiern Antimontrifluorid hatte sich gezeigt, da5 starker polarisierte Si -C-Bindungen von Antimon(II1)-fluorid gesprengt werden 7). Es war daher moglich, dab bei der Einwirkung von Organopentduorosilicaten auf wa5rige SbF3-Losungen Organoantimon-Verbindungen ebenfalls gebildet werden konnten.
Beim Mischen von in verdiinnter Ammoniumfluorid-Losung gelostem Ammoniummethylpentafluorosilicat (1) mit wa5riger Antimontrifluoridlosung setzte sich beim Stehenlassen Trimethylstibin (2) als schweres, nach Knoblauch riechendes, nach 1) Teil einer a n der Techn. Univ. Dresden eingereichten Dissertat. von Chrisriun Durhe. 2) CV. Mitteil.: H.
📜 SIMILAR VOLUMES
Losungen, die Cyclodextrine oder Amylose sowie einen Azofarbstoff oder Jod enthalten, zeigen bei der Aufnahme der Absorptions-und Rotationsdispersionsspektren Cotton-Effekte. Dies beweist die Bildung einer molekularen Einheit aus dem chiralen, nicht absorbierenden Kohlenhydrat und dem nicht chiralen