𝔖 Bobbio Scriptorium
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Über kontinuierliche Extrakteure

✍ Scribed by Christiansen, Robert


Book ID
102929277
Publisher
John Wiley and Sons
Year
1951
Weight
518 KB
Volume
53
Category
Article
ISSN
0931-5985

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✦ Synopsis


Ober kontinuierliche Extrakteure

i)o?l Dipl.-lng. Robcrt C h r is I i a n s e 11 . Hamburg-Harbzirg Die Extraktion, namlich die Gewinnung von Ulen oder Fetten aus Ulfruchten du:rch Auslaugung mit geeigneten Losemitteln (die eigentliche Extraktion) und die anschliei3ende Trennung von Ul und Losemittel (die Destillation), wurde fruher allcemein chargenma8ig in einfachen Topfextrakteuren und in Destillierblasen betrieben, eine Arbeitsweise, die auch heute no& fur kleinere und mittlere Anlagen durchaus geeignet ist. Fur grol3ere Betriebe aber hat sich die kontinuierliche Extraktion in den letzten drei Jahrzehnten immer mehr durchgesetzt, und es bestehen hierfilr heute eine ganze Anzahl Systeme oder Verfahren mit den dazugehorenden Apparaten nebeneinander. Die nachfolgenden Zeiden sollen eine kurze Betrachtung grundsatzlirher Art iiber die verschiedenen Moglichkeiten hierfur geben, sollen sich aber auf die eigentlichen Extraktionsapparate beschranken und nicht auf die Destillation und die erforderlichen Nebenapparaturen eingehen. Der Auslauge-Vorgang beginnt mit dem Durchtranken cles Extraktionsgutes bis zur Sattigung, woran sich die Durchspulung mit weiterem Lijsemittel unmittelbar anschliei3t. Das zli gewinnende Ul flieRt dabei mit dem ablaufenden Losemittel als sogenannte Miscella zur Destillation ab. Das verbleibende Schrot ist dann entdt, aber noch losemittelna8 und mu8 noch von diesem befreit werden. Diese Teilvorgange wurden bei der Chargenextrakti0:n in demselben Apparat vorgenommen. Rollrnann erkannte, dai3 dies bei kontinuierlichem Betrieb nicht moglkh sei, und entwickelte zwei getrennte Apparate, den einen fur das Durchtranken und Auslaugen, den anderen fur das Trocknen des losemittelnassen Schrotes. Diese Trennurig machte die kontinuierliche Extraktion betriebsreif, und sie ist van sinitlichen spater entstandenen Systemen ubernommen worden und wird auch nicht wieder verlassen werden.

Die dem Auslauge-Vorgang dienende Apparatur mui3 nun, dern Wesen des kontinuierlichen Arbeitens entsprechend, SO eingerichtet sein, dai3 das Extraktionsgut an einer Stelle eintritt, den Apparat durchlauft und an einer anderen Stelle wieder austritt. Das gleiche gilt fur das Losemittel, wobei sie SO zu-bzw. gegeneinander gefuhrt werden mussen, dai3 die gewunschte -4uslaugewi1:kung erzielt wird, d. h. sie haben sich ganz oder zum groi31:en Teil im Gegenstrom zueinander zu bewegen. Man untersdheidet dabei im allgemeinen die ,,Extraktion mit freier Durchrieselung des Schrotes" und die ,,Extrak-Lion im Losemittelbad". Diese Einteilung ist allerdings nicht ganz scharf, denn man kann auch bei manchen Durchrieselungsapparaten das Losemittel soweit aufstauen, dai3 ein Bad entsteht, doch sol1 sie im nachfolgenden beibehalten werden.

Fur den Transport des Extraktionsgutes durch den Apparat hindurch konnen a n sich alle bekannten Fordermittel benutzt werden, und es sind auch viele davon verwandt worden, so daB eine recht grol3e Anzahl sehr verschiedener Apparate hierfur existiert. In dem Entwicklungsgang dieser Extrakteure heben sich deutlich zwei Perioden heraus. Die erste, etwa his zum Beginn des zweiten Weltkrieges dauernd, weist eigentlich nur deutsche Konstruktionen auf, d a in der hier wirtschaftlich schweren Zeit Wert auf beste und wirtschaftlichste Ausnutzung der zu importierenden auslandischen Rohstoffe gelegt wurde. Sie beginnt mit Bollmann, der fur seinen Apparat als Fordermittel das bekannte Becherwerk wahlte. In einem groDen vertikalen Gehause bewegen sich eine Anzahl Kasten, oben offen, unten mit Siebboden versehen, ahnlich wie bei den Paternosterwerken in zwei senkrechten gegenlaufigen Reihen, wobei sie oben gefullt und auch oben wieder entleert werden. Rei diesem Durrhlauf werden sie erst im absteigenden, dann im aufsteigenden Ast in freiem Durchflui3 vom Losemittel durLhrieselt, das dazwisrhen einmal wieder hochgepumpt wird Ihrn folgte Hild~~brandt. der zur Schnecke griff, dem fur 01saaten bekanntesten Fordermittel. Sein Apparat besteht aus zwei vertikalen, nebeneinander stehenden weiten Rohren, die 1 Vgl. Fette u. Seifen 46, 464 [1939].


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