Über hochpolymere Verbindungen, 90. Mitteil.: Über das Cellopentaose-acetat und die Konstitution der Cellulose
✍ Scribed by Staudinger, H. ;Leupold, E. O.
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1934
- Weight
- 484 KB
- Volume
- 67
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-9631
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✦ Synopsis
Die auffallenden Unterschiede zwischen 01-und y-Poly-oxymethylen, die von A u e r b a c h und B a r s ~h a l l ~~) aufgefunden worden sind, sind heute verstandlich, nachdem die Konstitution dieser Produkte aufgeklart ist 3 0 ) . Das y-Poly-oxymethylen, ein Gemisch von polymer-homologen Poly-oxymethylen-dimethylathern, wird durch Alkalilauge nicht abgebaut, da keine freien Hydroxylgruppen in1 Molekiil vorhanden sind, sondern nur acetalartige Bindungen. Daraus ist weiter zu folgern, daW der Abbau der Polyoxymethylen-dihydrate durch Alkali nur vom Ende der Faden-Molekiile her erfolgt, derart, daB eine Formaldehydgruppe nach der anderen aus denselben abgespalten wird. Auf diesen merkwiirdigen EinfluB einer kleinen Endgruppe auf den Abbau des gesamten Molekiils wurde schon verschiedentlich aufmerksam gemacht 31). Da Hydroxylgruppen die Bildung von Acetal-Bindungen nicht katalysieren, so entstehen bei Zusatz von Alkali zu einer konz. Formaldehyd-Losung auch bei Gegenwart von Methylalkohol nur Poly-oxymethylen-dihydrate, nicht aber Poly-oxymethylen-dimethylather. K. Hess spricht von K-, pund y-Poly-oxymethylenen so, als ob ihre Konstitution noch unbekannt ware. So ist seine Arbeit in wesentlichen Punlrten iiberholt.
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