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Über hochpolymere Verbindungen, 180. Mitteil.: Über den Polymerisationsgrad der Cellulose in verschiedenen Holzsorten

✍ Scribed by Staudinger, Hermann ;Dreher, Emil ;Jurisch, Ingo


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1937
Weight
421 KB
Volume
70
Category
Article
ISSN
0365-9631

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✦ Synopsis


Die Cellulose in den verschiedenen Faserpflanzen, wie Baumwolle, Ramie, Flachs, Hanf, ist in Schweizers Reagens loslich und besitzt einen Polymerisationsgrad von mindestens 2000 2). Die verschiedenen Holzsorten bestehen bekanntlich zu etwa 50-70% aus Cellulose und aus cellulosea h n l i c h e n P o l y s a c c h a r i d e n , z. B. Xylan, deren Fadenmolekiile vermutlich ahnlichen Bau wie die der Cellulose haben; diese sollen im folgenden als ,,C ellop ol y o s en" bezeichnet werden. Es war nun von Interesse, den P o l y m e r i s a t i o n s g r a d dieser Produkte. genauer zu untersuchen. Bekanntlich losen sich die Cellopolyosen des Holzes nur zu einem geringen Tei13) in Schweizers Reagens zum Unterschied von der reinen Cellulose der Faserpflanzen. Die Unloslichkeit beruht wohl darauf, daf3 die Polyosen im Holz nicht als einfache Fadenmolekiile vorliegen, sondern durch andere Holzbestandteile, z. B. durch das Lignin, zu 3-dimensionalen Makromolekulen verkniipft sind4). DaB schon sehr geringe Substanzmengen losliche, unbegrenzt quellbare hochrnolekulare Stoffe, und zwar Linearkolloide, in unlosliche, begrenzt quellbare verwandeln konnen, wurde am Beispiel des Polystyrols5) nachgewiesen. Die Menge der in S c h w ei z e r s Reagens loslichen Cellulose bzw. Cellopolyosen ist in den verschiedenen Holzern nicht gleich. Bei der Pappel, die verhaltnismafiig reich an Cellulose ist, ist sie etwas groSer als bei Buche, Kiefer, Ficlite und WeiBtanne. Um die Menge und den Polymerisationsgrad der loslichen Polyosen zu bestimmen, wurde fein gesiebtes Sagemehl der betreffenden Holzsorten 15 Stdn. mit Alkohol, Benzol und k h e r extrahiert, dann im Vakuum bei etwa 500 bis zur Gewichtskonstanz getrocknet und schliefllich mit Schweizer-Losung behandelt. Dazu wurden 5 g Holz mit 15 g Kupferhydroxyd vermischt und 4 Wochen mit 500 ccm 25-proz. Ammoniak in Stickstoff-Atmosphare unter AusschluB von Licht gescliiittelt 'j). Die S c hweiz er -Losung wurde in der fruher beschriebenen


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Die auffallenden Unterschiede zwischen 01-und y-Poly-oxymethylen, die von A u e r b a c h und B a r s ~h a l l ~~) aufgefunden worden sind, sind heute verstandlich, nachdem die Konstitution dieser Produkte aufgeklart ist 3 0 ) . Das y-Poly-oxymethylen, ein Gemisch von polymer-homologen Poly-oxymethy