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Über Gonokokken-Dauerkulturen

✍ Scribed by Otto-Hermann Paetzold


Publisher
Springer-Verlag
Year
1955
Tongue
English
Weight
343 KB
Volume
201
Category
Article
ISSN
0340-3696

No coin nor oath required. For personal study only.

✦ Synopsis


Nachdem es BvMM 1885 erstmalig gelungen war Gonokokken mit Erfolg auf geronnenes Serum menschlicher Placenten zn iiberimpfen, sind im Laufe der Jahrzehnte eine groi3e Anzahl brauchbarer, kfinstlicher NiihrbSden fiir die Gonokokkenziichtung ausgearbeitet worden.

An unserer Klinik benutzen wir hierfiir den sehr einfach und billig herzustellenden 33~oigen Blutwasser-Agar nach CASPAa-BI~LI~G mit guten Ergebnissen.

Ffir experimentelle Arbeiten ist es erforderlich, stets eine genfigende Anzahl einwandfrei und gut wachsender Gonok0kkensti~mme zur Hand zu haben. In Zusammenhang mit den Problemen der sti~ndig zunehmenden Bakterienresistenz gegen die Chemotherapeutica ergibt sich die Notwendigkeit, immer wieder sorgfi~ltige Testverfahren durchzuffihren. Von besonderem Wert sind dabei die entsprechenden Untersuchungen einzelner Bakterienst~mme fiber li~ngere Zeitriiume und die Vergleichsteste zwischen m~iglichst ]angfristig isolierten und frischen Kulturen. Die grol~e Empfindlichkeit der Gonokokken in vitro macht aber ein regeim~f~iges f)berin~pfen der Keime in kurzen Zeitabst~nden von durchsehnitt]ich 3--4 Tagen erforderlich. Dieser Arbeitsgang bringt jeweils die Gefahr der Verunreinigung und des Niehtangehens einer Kultur mit sich. Somit ist es bei grol~em Materia]verbrauch oft schwierig und auch zeitr~ubend, die einzelnen St~mme fiber Wochen und Monate am Leben zu erhalten.

Es sind daher bereits verschiedene Versuche unternommen worden, Gonokokken l~ngere Zeit zu konservieren, um sie erst bei Bedarf wieder auszuimpfen. Ober derartige Verfahren haben BUSCHKE U. LAI~G~I~, COHN, GIESZCZYKIEWICZ, KIRSTEIN U. FLEISCHER, KtCANZ SECHI, U~-GEI~-MA~ u. UTINKOFF, berichtet. Diesen Autoren gelang es Gonokokken 3--6 Monate ohne Uberimpfung lebensfahig zu erhalten. L. R. HAc, MottAx u. SZILVASI gaben die Lebensdauer ihrer Kulturen mit 10 bis 12 Monaten an.

Die angegebenen Verfahren waren teilweise techniseh unbefriedigend und zeigten verschiedene M~ngel auf. Bei den yon uns unternommenen Versuchen ffir ein geeignetes Dauerkulturverfahren benutZten wit als


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