Über elektrochemische Bromierung von Indigo
✍ Scribed by Fr. Fichter; Franz Cueni
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1931
- Tongue
- German
- Weight
- 624 KB
- Volume
- 14
- Category
- Article
- ISSN
- 0018-019X
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✦ Synopsis
Die organische Elektrochemie hat sich in technischer Richtung nicht stark entwickelt. Zwar existiert eine reichhaltige Patentliteratur (z. B. uber 150 deutsche Patente), aber nur wenige Verfshren werden praktisch ausgeiibt. Ton vielen derartigen Reaktionen ist nun haufig ausser der etwas optimistischen Beschreibung des Patentes nichts bekannt, und die Lehrbucher geben jene Schilderungen gutgliiubig weiter. Darum ist eine kritische Nacharbeit geboten, und wir berichten hier von Versuchen iiber die Verfahren der elektrochemischen Bromierung von Indigo, die im D. R. P. 149 983 vom 10.15. 1902 der Parbwerke vorm. Meister, Lucius & Bruningz) und i m D. R. P. 239672 vom l O . / l l . 1909 yon Dr. Erich Kunnz3) niedergelegt sind. Die beiden Patente sind getrennt zu besprechen; das erste arbeitet bei Gegenwart von Wasser, das zweite schliesst das Wasser sus (vgl. Abschnitt 7). Wenn man Brom bei Gegenwart von Wasser auf Indigo einwirken lasst, so entstehen durch gleichzeitige Oxpdation und Bromierung gebromte Isatine, Aniline und Phenole, wie man seit 0. L. Erdmann*) weiss. Das D. R. P. 149941 (29.13. 1902) cler Parbwerke vorrn. illeister, Lzccius & Briining5) hebt nun heri-or, dass die Bromierung glatt und ohne Oxydation such bei Gegenwart von Wasser gelingt, vorausgesetzt, dass nur wenig Wasser vorhanden ist.
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SchluB von Seite 482.) Die Reaktionen des Indigblau sind solche der Carbonyl-und der Iminogruppen. Es ist bemerkenswert, dai3 typische, leicht erfolgende Reaktionen eigentlich nur solche der Wasserstoffaufnabme und der Dehydrierung sind, d. h. solche, die man als typisch ftir chinoide.oder teilchino
S e m i c a r b a z o n d e s C h i n o x a l i n s . 2 g des soeben beschriebenen Chinoxalins werden in 20 ccm heiDem Methylalkohol geldst und mit einer Aufldsung von 1 g Semicarbazidchlorhydrat und 1 g Kaliumacetat in 2 ccm warmem Wasser vermischt und die Fliissigkeit etwa 3 Stunden bei Zimmertemp