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Über einigems-Acridin-Derivate

✍ Scribed by Lehmstedt, Kurt ;Wirth, Ernst


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1928
Weight
462 KB
Volume
61
Category
Article
ISSN
0365-9631

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✦ Synopsis


Ober einige ms-Acridin-Derivatel). [Aus d. Institut fur Organ. Cheinie d. Techn. Hochschule Hannover.! (Eingegangen am 17. August 1928.) Die meisten o r g a n i s c h e n B a s e n geben mit schwefliger S a u r e unbestandige saure Sulfite, die sich beim Trocknen oder Erwarnien wieder spalten. Alkalibisulfite sind meist ohne Wirkung oder wirken bei langerem Kochen tiefergreifend auf das Molekiil ein. So sind die von B u c h e r e r aus P y r i d i n mit konz. Natriumbisulfit-I,osung erhaltenen Verbindungen als Schwefligsaure-ester von Oxy-pyridinen zu betrachten z ) . Das Ch i n o l i n bildet nach B r u n c k und Graebe3) bei mehrtagigem Stehen mit Natriumbisulfit-Losung eine leichtlosliche Verbindung, welche als Salz aufzufassen ist; denn beim Erhitzen auf 60-700 zerfallt. sie in ihre Bestandteile. Schon Graebe4) hat die Einwirkung von schwefliger Saure und neutralen Sulfiten auf Acridin-Salze bescbrieben, ohne aber &ie wabre Natur der erhaltenen Verbindungen und ihre Bildung als eine der Acridin-Gruppe eigentiimliche Reaktion zu erkennen. Er erhielt aus Acridin-Hydrochlorid durch Einleiten von Schwefcldioxyd oder Zusatz von neutraler Natriumsulfit-Losung und nachheriges Ansauern, sowie durch Einleiten von schwefliger Same in alkoholische Acridin-Losungen eine sehr schwer 16sliche, rote Verbindung von der Zusammensetzung eines neutralen Acridinium-Sulfits, (C,,H,N),, H,SO,. Bei Zusatz von neutralern Sulfit zu einer Losang von Acridin-Hydrochloiid erhielt er dagegen einen leichtlijslichen, farblosen Korper der Zusammensetzung (CI3H9N), NaHSO,. Diese Verbindung bildet sich auch, wenn man das Acridin mit Natriumbisulfit-Losung behandelt. Sie krystallisiert in luft-bestandigen, farblosen Prismen, die sich aus heiBem Wasser umkrystallisieren lassen. Die Farblosigkeit der Verbindung ist besonders auffallig, da alle wahren Salze des Acridins intensiv gelb gefarbt sind. Nach dem Verhalten dieser Substanz ist anzunehmen, da13 es sich nicht urn ein einfaches Salz handelt, sondern urn eine Anlagerung von Bisulfit an das Molekiil, ahnlich wie das von E. Knoevenage15) fur die Schiffschen Basen der 1:ormel C6H5. CH:N. C (R) (R') (R") nachgewiesen wurde. Diese bilden mit Bisulfit die Alkalisalze der Sulfonsauren der dihydrierten Basen nach der Farmel C,H, . GH (S0,Na) .NH . C (R) (R') (R"). Heim Acridin ist die Anlagerung des Bisulfits in ahnlicher Weise unter Aufhebung der p-Bindung des Mittelkerns anzunehmen : Ganz anders verhalten sich die Acridine. C.H H.C.SO,Na N N . H so daB die Verbindung als das Natriumsalz der 9.10-Dihydro-acridin-9 -s u l f o n s a u r e (Acridan-ms-sulfonsaure) (I) aufzufassen ist. Das Salz oxydiert sich langsam an der Luft, wenn es feucht ist, oder wenu seine C,H4C6H4 + NaHSO, = I. CGH4<>C6H4 1) vergl. die Dtsch. Reichs-Patente 440771 und 440772. 2) Dtsch. Reichs-Pat. 208638; H. Th. B u c h e r e r und J . S c h e n k e l , B. 41, 1346 [I9081. ' ) B. 13, I i 8 j [I882].


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