Die thermische Bildung von Calciumperoxyd. Bekanntlich gelingt es leicht Bariumoxyd und Sauerstoff bei hoher Temperatur zu Bariumperoxyd zu vereinigen. Der analoge Proze6 bei Strontium geht schon schwerer von statten. FISCHEB und PLOTZE~ haben gefunden, da6 bei einem Druck von 98 Atmospharen Sauerst
Über die Peroxyde der Erdalkalien
✍ Scribed by E. H. Riesenfeld; W. Nottebohm
- Book ID
- 104603530
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1914
- Tongue
- German
- Weight
- 417 KB
- Volume
- 89
- Category
- Article
- ISSN
- 0372-7874
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✦ Synopsis
Abstract
Die Peroxyde der drei Erdalkalien Barium, Strontium und Calcium können in wässeriger Lösung in drei Formen nämlich als wasserfreie Peroxyde, mit 8 Molekülen Kristallwasser (Oktohydrate) und mit 2 Molekülen Kristallwasserstoffsuperoxyd (Diperoxhydrate) erhalten werden. Bariumperoxyd bildet außerdem, wie bereits bekannt war, eine Verbindung mit 1 Molekül Kristallwasserstoffsuperoxyd (Monoperoxhydrat) und Calciumperoxyd, wie schon bekannt, ein Dihydrat. Über die Bildung und Umwandlung dieser Produkte ineinander konnte folgendes festgestellt werden: Während wasserfreies Bariumperoxyd nicht durch direkte Ausfällung in wässeriger Lösung erhalten werden kann, da sich auch bei nahe 100^0^ das Oktohydrat bildet, gelingt es in sehr konzentrierten Lösungen bei Temperaturen über 50^0^ direkt wasserfreies Strontiumperoxyd auszufällen. Wasserfreies Calciumperoxyd bildet sich in verdünnten Lösungen ebenfalls nur bei höherer Temperatur (über 40^0^), in konzentrierten Lösungen aber entsteht es schon bei wenigen Graden über 0^0^. Das Oktohydrat des Bariumperoxyds entsteht bei Zimmertemperatur nur in stark alkalischen Lösungen und bei Vermeidung eines Überschusses von Wasserstoffsuperoxyd, da sich sonst das Diperoxhydrat bildet. Bei Temperaturen über 60^0^ fällt es aber aus allen wasserstoffsuperoxydhaltigen, alkalischen Bariumsalzlösungen aus. Das Oktohydrat des Strontiumperoxyds bildet sich mit alleiniger Ausnahme extrem konzentrierter Lösungen und hoher Temperaturen, wobei wasserfreies Peroxyd entsteht, immer, wenn man eine wasserstoffsuperoxydhaltige Strontiumsalzlösung mit Alkali versetzt. Bei Calciumperoxyd wird das Oktohydrat immer dann gefällt, wenn die Lösung so verdünnt und die Temperatur so niedrig ist, daß sich noch nicht das wasserfreie Peroxyd bildet. Das Diperoxhydrat wird beim Bariumperoxyd aus allen wasserstoffsuperoxydhaltigen, schwach alkalischen Lösungen unterhalb 40^o^ erhalten. Beim Strontium‐ und Calciumperoxyd können die Diperoxhydrate durch direkte Fällung nicht mehr gewonnen werden, sondern entstehen nur durch Einwirkung von konzentriertem Wasserstoffsuperoxyd auf die Oktohydrate bei tiefen Temperaturen.
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Seit dem Jahre 1890, in welchem ich im Archiv der Pharmacie (Band 225, Seite 109-115) iiber ,drei neue Bleiverbindungen" berichtete, sind die Orthoplumbate der Erdalkalien wiederholt Gegenstand weiteren Studiums gewesen. Es liegt dabei in der Natur der Sache, d a h die meisten der seither iiber den