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Über die gemeinsame Einwirkung von elementarem Schwefel und gasförmigem Ammoniak auf Ketone I. Die Gemeinsame Einwirkung von Schwefel und Ammoniak auf Diäthylketon

✍ Scribed by Asinger, Friedrich ;Thiel, Max ;Pallas, Edith


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1957
Weight
747 KB
Volume
602
Category
Article
ISSN
0074-4617

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✦ Synopsis


Abstract

Bei gleichzeitiger Einwirkung von gasförmigem Ammoniak und elementarem Schwefel auf Diäthylketon kommt es bereits bei Raumtemperatur und Normaldruck unter Ausscheidung von Wasser in glatter Reaktion zur Bildung von 2.2.4‐Triäthyl‐5‐methylthiazolin‐Δ^3^ (III). Die Verbindung läßt sich sauer in Diäthylketon, Ammoniak und 2‐Mercaptopentanon‐(3) (II) spalten. Sie bildet sich mit guten Ausbeuten bereits bei Raumtemperatur wieder, wenn man in ein äquimolares Gemisch aus Diäthylketon und II gasförmiges Ammoniak ein leitet. Als Reaktionsverlauf wird Addition polysulfidischen Schwefels an die Doppelbindung der Enolform des Ketons unter Bildung einer Hydroxyepithio‐Verbindung angenommen (Sulfhydrylierungs‐Stufe), die mit dem Mercapto‐keton im Gleichgewicht steht. Letzteres tritt sofort mit dem Additionsprodukt von Ammoniak an Diäthylketon (3‐Hydroxy‐3‐aminopentan) in Reaktion, wobei III entsteht (Ringbildungs‐Stufe). Die Sulfhydrylierungs‐Stufe läßt sich umkehren. Beim Versetzen von II z. B. mit prim. n‐Butylamin erhält man eine dunkelfarbige Reaktionsflüssigkeit, aus der beim Ansäuern mit fast 90‐proz. Ausbeute elementarer Schwefel und Diäthylketon isoliert werden.


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