Über die Eiweißstoffe verschiedener Milcharten
✍ Scribed by Ihlow, Fr. ;Zeller, W.
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1958
- Tongue
- English
- Weight
- 619 KB
- Volume
- 2
- Category
- Article
- ISSN
- 0027-769X
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✦ Synopsis
Wahrend von den Bestandteilen der Milch u. a. Fett und Lactose leicht und exakt bestimmbar sind, bestehen hinsichtlich der EiweiBkorper und ihrer Bausteine auch heute noch ziemliche Schwierigkeiten.
Erst die Elektrophorese und Chromatographie gestatteten die grooen Schwierigkeiten bei der Analyse zu uberwinden. Mit ihrer Hilfe gelang es, zunachst Unterschiede der EiweiBkorper von Kuh-, Ziegen-, Schweine-und Pferdemilch zu erkennen.
FREIMUTH~ hat in einer Arbeit iiber EiweiBfallungsmethoden rnit Magermilch von Kiihen, Ziegen und Schafen festgestellt, daD die herkommlichen Fdlungsmittel keine einheitlichen Fraktionen in quantitativer Hinsicht ergeben. Er verwendete daher fur die bessere Ausfallung und Trennung der drei MilcheiweiBkorper Casein, Albumin und Globulin neben Ammonsulfat vor allem Natriumsulfat. Er erhielt nach Verdiinnung der Magermilchen mit Wasser (I : I) durch Zugabe von 20% Na,SO, bei 35" C das Casein. ' En dem erhaltenen Serum erhohte er den Natriumsulfat,ehalt auf 28%, gewann dadurch das Globulin und sattigte schliel3lich das Serum vom ausgefallten Globulin mit Natriumsulfat, wodurch auch das Albumin rein erhalten werden konnte.
Bei unseren Untersuchungen an Kuh-, Ziegen-, Schweine-und Pferdemilch konnten wir nicht das von FREIMUTH berichtete Verfahren in vollem Umfange anwenden. Es zeigte sich namlich, daB durch die Verdiinnung rnit Wasser die Caseinfallung erschwert wird. Insbesondere bei der Pferdemilch (2,2% GesamteiweiBgehalt) muB der Caseinanteil am GesamteiweiB beriicksichtigt werden. Andernfalls wird bei der Aussalzung infolge der Verdiinnung kein klares Serum erhalten. Der Natriumsulfatgehalt muBte sogar auf 24% erhoht werden, um das Casein auszuscheiden. AuBerdem fie1 bei dieser Konzentration nach etwa 12 Std. bei 37" C eine weitere gut filtrierbare EiweiBfraktion aus, die rnit dem /3-Globulin identisch ist.
Auch bei anderen Milcharten ergeben sich Unterschiede in der Methodik durch die Ausfallung des in ihnen enthaltenen Caseins. Es zeigte sich, daB fur Kuhmilch IS%, fur Schweinemilch 18,5% und fur Ziegenmilch 20% Na,SO, benotigt werden, um das Casein vollstandig auszufallen. Bei Rinderbiestmilch konnte das Casein erst nach mehrmaligem Temperaturwechsel (zwischen 37" und 20' C), das Globulin und anschlieBend das Albumin in der von FREIMUTH angegebenen Weise erhalten werden.
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