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Über die Einwirkung von Natriumhypophosphit auf wäßrige Nickelsalz-Lösungen

✍ Scribed by Pall, C. ;Friederici, Ludwig


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1931
Weight
829 KB
Volume
64
Category
Article
ISSN
0365-9631

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✦ Synopsis


Vor lkgerer Zeit hatte der eine von uns im Zusammenhang mit Versuchen ,,fiber den EinfluB von Fremdstoffen auf die Aktivitat d e r Kata1ysatoren"l) geprilft, ob sich nicht durch Zusatz kleiner Palladium-Mengen zu feinverteiltern Nickel dessen katalytische Wirksamkeit erhohen lie&. Urn aus den zu diesem Zweck hergestellten Praparaten das Palladium zuriickzugewinnen, wurden sie in Salzsaure unter Zusatz von wenig Salpetersaure gelost , ammoniakalisch gemacht und mit Natriumhypophosphit erwarmt , um so das Palladium elementar abzuscheiden, weil durch Natriumhypophosphit nach den Beobachtungen von *A. Sievert s2) zwar das Palladium, nicht aber Eickel und Kobalt aus ihren Salzen elementar abgeschieden werden. Diese Annahme erwies sich aber nicht als richtig, denn beim Erwarmen schied sich mit dem Palladium zugleich auch das Nickel, teils als Metallspiegel, teils als schwarzes Pulver unter starker Wasserstoff -Entwicklung fast quantitativ ab. Wir haben daraufhin diese Reaktion nach verschiedenen Richtungen hin weiter untersucht und gefunden, daB auch Hydrazin aus Nickelsalz-Losungen, die wenig Palladosalz enthalten, elementares Nickel abscheidet. Auch Kobaltsalze werden unter W i c b e n Bedingungen durch Natriumhypophosphit und Hydrazin zu Metal1 reduziert3). Pu'achfolgend berichten wir uber das Verhalten waBriger Nickelsalz-Losungen mit und ohne Zusatz kleiner Mengen von Palladium gegen Natriumhypophosphit. Zu Beginn unserer Versuche wurden wir auf eine Arbeit voi Breteau4) aufrnerksam, der, entgegen den Angaben von Sieverts (1. c.), gefunden hatte, daB waSrige Nickelsalz-Wsungen durch Natriumhypophosphit zu metallischem Nickel reduziert werden, das sich hierbei als Metallspiegel und auch pulverformig abscheidet . Der Unterschied in den Befunden von Sieverts und Breteau erklart sich dadurch, da13 dieser das Reduktionsmittel in viel starkerer Konzentration und in viel grokrem I'berschusse anwandte als jener. Breteau fiihrt keine Analysen der von ihm fiir metallisches Nickel gehaltenen Reduktionsprodukte an. Bei Wiederholung der B r e t e a uschen Versuche fanden wir, da13 die metallisch glanzenden Ausdeidungen in keinem Falle reines Nickel waren, sondern stets 13.08-14.177!~ Phosphor enthielten. Es lagen somit Nickelphosphide vor, die aber nicht einheitlich und dadurch gekennzeichnet waren, daB sie sich im Gegensatz zum Nickelmetall in warmer konz. Salzsaure nicht losten. Aber auch in ihrem Verhalten gegen Salzsaure zeigten sie Unterschiede. Von den niiher untersuchten Phosphiden wurde eines von warmer Salzsawe nur ganz wenig angegriffen (1.4%), wiihrend ein anderes sich teilweise (iiber 20%) darin loste unter Hinterlasung eines unloslichen Riickstanr'es, in dem noch der ganze Phosphor-Gehalt des Ausgangsmaterials vorhanden war. Das von Salzsaure kaum angegriffene Praparat zeigte nach 1) U. 44, 1013 [rg~S]. 3, L. F r i e d e r i c i : Reduktioneu von Sickel-und Kobaltsalzeu in waiBriger Losung. Ungrdruckte Dissertation, Leipzig, 1920. Die Versuche waren schon vor dern Weltkriege irn wrsentlichen ahgeschlossen. ' ) Bull. SOC. chim. France [4] 9, 518 [191r!. *) Ztschr. anorgan. allgem. Chem. 64, Go [I9091. &) Journ. prakt. Chem. [2] 9, 204 [1874]. ') Ztschr. anorgan. allgem. Chem. 64, 29 [Igog]. Ann. Chiin. Phps. [3] 11, 250 [1844!. a) A. %I, 357 [1885!.


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