Über die Bildung von rotem Phosphor durch Oxydation von Phosphordampf
✍ Scribed by Kohlschütter, V. ;Frumkin, A.
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1914
- Weight
- 642 KB
- Volume
- 47
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-9631
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✦ Synopsis
Vor kurzem haben wir an andrer Stellel) gezeigt, daB die-Abscheidungsform des rotea Phosphors, der aus Phospbordampf im Glimmstrom entsteht, sehr aufliillig durch die Natur der fremden Gave beeiofluBt wird, in denen die Entladung vor sich geht. Sowohl inaktive ( h e , wie Helium und Argon, als suth chemisch wirksame, wie Wasserstoft und Stickstoff, gaben Anla0 zut Bildung wohl uoterscheidbarer, HuSerlich homogener Produkte, dereo wesentliche Verschiedenheiten im Zerteilungszustande liegen. D a wir nach den Beobachtungen von B a k e r y ) erwarteten, daB ganz trockoer Sauerstoff mit troclrnem Phosphordampf nicht unmittelbar reagieren wiirde, versuchten wir auch ihn bei der Vergleicbuog auf jene Wirkung heranxuziehen, stiel3en dabei aber auf Erscheinungen, die unser Interesse weniger wegen der verschiedenen Zerteilungsformen des roten Phosphors als im Hinblick auf die rein chemische Frrge der Bildung seines Molekuls in Anspruch nahmen.
Als Sauerstoff, der im Vakuum aus Permanganat entwickelt, iiber Quecksilber aufgefangen und sorgiiiltig getrocknet worden war, bis zu dem gewohnlich angewendeten Druck von 0.5 m m in d s s ebenfalls gut trockne Versuchsrohr eingefiillt wurde, begann, o h n e d a B e i n e E n t l a d u n g d u r c h d a s R o h r g i n g , nach kurzer Zeit ein gelber bis gelbbrauner, klar durchsichtiger Beschlag die Rohrwand zu uberzieheo, genau SO wie es sonst unter der Wirkung des Glimmstromes geschehen war, w'lihrend der Druck abnabm.
Nachdem in dieser Weise mehrere Portionen Sauerstoff aufgenommen waren, trat plotzlich, als wenn ein ijbersiittigungszustand aufgehoben wiirde, eine Triibung auf, und es setzte sicb hernacb die Abscheidung in Gestalt einer orangefarbenen, triiben Kruste aul den W'linden fort.
Gelbe bis gelbrote Substanzen sind nun zwar bei der Oxydation von Phosphordampf mit ungenugendem Sauerstoff ofters beobachtet und meist als Suboxyd von der Formel PI 0 beschrieben worden 7, obwohl man es unzweilelhaft mit Gemengen zu tun hatte. ') 2. El. Ch. 20, 110 [1914].
- Philos. Trans. 179 (A), 571 [l888]. s> Vergl. z.B. Jungfloisch, Marino und P a r l e z c a , C. r. 145, 325 [1907] . . . . R. A. L. [5] 20, I, 442 [1911]. ' ) B1. [3] 28,582.
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GeL B 426, 2.4, B 12.7. Die Cyananilsaure, Ce IIz OlNs + 2I&O (iiber Phosphorpentaoxyd getrocknet), besitzt kein gutes Krystallisationsvermogeo ; man bekomnit nus Alkohol irn besten Falle nur undeutliche, rosettenortige, braline Krystalle, welche keinen Schmelzpunkt besitzen und bei hoherer Tenipern