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Über die Apophysitis der Spina iliaca anterior inferior de Cuveland

✍ Scribed by Dietrich Petersen


Publisher
Springer
Year
1964
Tongue
English
Weight
234 KB
Volume
56
Category
Article
ISSN
1434-3916

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✦ Synopsis


An mehreren Apophysen des wachsenden Skelets sind OssifikationsstSrungen besehrieben worden, wobei wit im allgemeinen yon einer Apophysitis spreehen. Die Endung ,,iris" soll hier nieht ein entzfindliehes Gesehehen andeuten, sondern bezieht sieh auf das klinisehe Bild. Von manehen Autoren werden die Bezeiehnungen Osteoehondropathie, apophys~re Osteoehondrose oder aseptisehe Chondro-Osteonekrose bevorzugt.

Am bekanntesten diirften die OssifikationsstSrungen der Tibiakopfapophyse sein, die 1903 yon OSGOOD und SC~LAT~E~ beobaehtet wurden, sowie die der Caleaneusapophyse, die HAGLTJ~D 1902 erstmals erw~hnte.

Typiseh ffir die Lokalisation dieser Apophysitiden ist, dag in ihrem Bereieh stets die Sehnen kr/~ftiger Muskeln ansetzen oder ihren Ursprung nehmen.

Im Jahre 1951 maehte DE CVV~LA~D auf ein im Jugendalter auftretendes Krankheitsbild aufmerksam, bei dem es unter Belastung zu Sehmerzen im Hiiftgelenksbereieh kommt und sieh kliniseh ein l~berstreeksehmerz des Itiiftgelenkes sowie ein Drueksehmerz vorn dieht oberhalb des Hfiftkopfes finder. Als Ursaehe dieser Besehwerden wies er OssifikationsstSrungen im Bereieh der Apophyse der Spina iliaea anterior inferior (Sp.a.i.) (Tubereulum ilieum) naeh mit einem ver-grSBerten und sehollig zerklfifteten Knoehenkern, ein Bild also, wie wit es bei anderen Apophysitiden zu sehen gewohnt sin& Die Lokalisation an der Sp. a.i. hat bisher in der Literatur wenig Beaehtung gefunden. So wird sie beispielsweise yon ScgI~z in dem Lehrbueh der R6ntgendiagnostik nieht erw/~hnt. IM~XUSE~ sehreibt im Handbueh der Orthop/~die lediglieh, dag die Apophysen des Beekens gelegentlieh, meist doppelseitig, erhebliehe Ossifikationsst6rungen aufweisen k6nnen, ohne auf das bier zu bespreehende Krankheitsbitd nigher einzugehen. Aueh Lr~DE~AN~ stellt in seinem Handbuehartikel lediglieh fest, dag die Epiphysen und Apophysen des Beekenskelets befallen sein k6nnen.

Selbst das Vorhandensein eines eigenen Knoehenkerns an der Sp.a.i. war framer wieder umstritten, insbesondere ScJ~INZ vertrat die Ansieht, dag es sieh nieht um einen selbst/~ndigen Knoehenkern handele, w~hrend BENNINGtIOI~F, WALDEYER, CORNING, LANZ u. WACttSMUT U. a. seine Existenz bestgtigen. DE CUVELAND ffihrt dies auf die Sehwierigkeit der r6ntgenologisehen Darstellung zuriiek. Bei der fibliehen Aufnahmetechnik der Beekeniibersieht f/~llt der Zentralstrahl senkreeht auf die Ebene der Apophysenfuge, der normale Knoehenkern wird


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HEUCI{ und mir gelang vor wenigen Jahren die Identifizierung einer mit Schmerzen einhergehenden Ossifikati0n~stSrung eines bis dahin in der Literatur umstrittenen, fast unbekannten iso~erten Verkn6cherungszentrums am Darmbein, desjenigen der Spina iliaca anterior inferior, Anheftungsstelle des kraft