Über den Verlauf des Absterbens von Mikroorganismen bei wiederholtem Gefrieren
✍ Scribed by Bernd Stille
- Publisher
- Springer
- Year
- 1943
- Tongue
- English
- Weight
- 463 KB
- Volume
- 13
- Category
- Article
- ISSN
- 0302-8933
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✦ Synopsis
Urttersuehungen fiber die Wirkung niedriger Temperaturen auf Mikroorganismen reiehen bis in die Frfihzeit der Bakterio]ogie zurfiek. Sie ffihrten zu zahlreichen --oft gegenteiligen --Ergebnissen und verschiedenen, sieh tells ergfinzenden, tells widersprechenden Theorien fiber den Verlauf des K~ltetodes, die im wesentlichen in der Protoplasmamonographie yon J. ~lehrddek zusammengefM3t sind. W'~hrend der EinfluB der Hitze eine restlose AbtStung aller Keime herbeiffihrt, bewirken tiefe Temperaturen, selbst die der flfissigen Luft, in der Rege] nut eine mehr oder minder stark in Erscheinung tretende Abnabme der urspriinglich vorhandenen Keimzahl. Dabei sei jedoch yon jenen Formen --vor Mlem unter den pathogenen Arten -abgesehen, deren Lebensbereich innerhalb enger Temperaturgrenzen eingeschlossen ist, und die bereits durch eine geringfiigige Abkfihlung verniehtet werden.
Die Verringerung der KMinzahl durch das Gefrieren weist bei den einzelnen Mikroorganismenarten zum Teil erhebliche Unterschiede auf, und aueh innerhalb ein und derselben Art ergeben sich bisweilen betrgehtliche Abweiehungen. Alter der Kultur und besonders die Zusammensetzung des Milieus, in dem sich die Organismen wfi.hrend des Gefrierens befinden, spielen dabei eine ausschlaggebende Rolle. So nimmt z.B. die Frostempfindlichkeit yon Saccharomyces cerevisiae naeh eigenen Untersuehungen mit steigender Konzentration der Wasserstoffionen zu, w~hrend die Anwesenheit bestimmter Kol]oide (Gelatine, Agar) in der Aufschwemmung die Absterbequote herabsetzt. Da Sporen yon Pilzen und Bakterien durchweg der K/ilte widerstehen, lassen Ermittlungen an versportem Material keine sieheren Rfiekschlfisse auf die K~lteresistenz der vegetativen Stadien der betreffenden Arten zu. Aul3erdem werden die Ergebnisse mitunter aueh dadurch empfindlich gest6rt, dab manehe Bakterienarten, die in Zellverb~nden vereinigt sind --insbesondere Sarzinen, Streptolcokken und Staphylo-Archiv flit gikrobiologi~. Bd. 13. 21 Da aus den bereits d~rgelegten Griinden sporenbildende Formen fiir die Untersuchungen ausscheiden muBten, wurden unter zahlreichen
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## Abstract In 2jährigen Untersuchungen ist nachgewiesen worden, daß das Wasserblanchieren der Spargelbohnen (95–100 °C, 4 min) sowie das Gefrieren und die anschließende Lagerung (5 bis 10 Monate bei −18 °C) den Gehalt an Glucose, Fructose, Saccharose und Maltose herabsetzt. Dagegen weist der Gehal