𝔖 Bobbio Scriptorium
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Über den Einfluß des Zeitfaktors auf das räumliche Sehen

✍ Scribed by Karl Hertel; Manfred Monjé


Publisher
Springer
Year
1947
Tongue
English
Weight
929 KB
Volume
249
Category
Article
ISSN
0031-6768

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✦ Synopsis


Die Ergebnisse neuerer Untersuchungen fiber das l~aumsehen berechtigen zu dem Sehlul~, clal~ die Querdisp~ration die Grundl~ge ffir das binokulare Tiefensehen bildet, dal~ sie jedoeh nicht allein und in jedem F~lle zur Erzielung des r~umliehen Eindruekes ffihrt. Man ist vielmehr ggzwungen, eine l~eihe weiterer Faktoren physischer und psychischer Art in Betraeht zu ziehen, die seit Beginn der Erforsehung des r~umIiehen Sehens AntM~ zu Ausein~ndersetzungen gegeben h~ben. In diesen Auseinandersetzungen hat-die D~rbietungszeit eine grol~e Rolle gespielt. Gegen die ,,~BR~3CK~sehe scharfsinnige Erkl/~rung der binokul~ren Tiefenwahrnehmung" (HEm~-G 1865, S. 86, 87) dureh die Ver~nderung der:Konvergenz der Gesichtslinien beim Betrachten von KSrpern wandte Do;cE (1860) ein, d~l] selbs~ bei Belichtung eines Stereoskopbildes dutch einen elektrisehen Funken ein R~l.lmeindruel~ erzielt werden kSnne. Er gl~ubte, dureh eine derartige Belichtung ~lle Augenbewegungen aussehliel3en zu kSnnen. Dal~ die~Tiefenuntersehiede bei ]~ngerem Fixieren rSumlieher Gebilde mehr und mehr zuriiekgehen, ist yon HEm~G (1865) besehrieben worden. Die Ergebnisse der Arbeit~von PO1)PELICEUTEt~ (191], S. 250) und E . 1~. JA]~Nscn (1911, S. 92) und die in neue~'er Zeit yon M o ~ (1940 4]) durehgefiihrten ~ Untersuchnngon b~ben diese Tatsache be-st~tig~.

M o ~ verwendete bei seinen Untersuchungen ein auf einem l~ing befestigtes, um die horizontale Li~ngsuehse drehb~res 3-~adensys~em, dessen ~ul~ere F~den einen festen Abstand voneinander haben. Der mittlere l~aden ist um einen gewissen Betc~g nueh vorn 0der hinten verschiebbur." Die r~umliche Anordnung der F~den ~st nur zu erkennen, wenn dfe F~den mit der Verbindungslinie der Augenmittelpunk~e der Vp:einen bestimmten Winkel bilden. Die Un~ersuChung erfolgt entweder so, d~l~ der Untersuchte selbst den Winkel so weir vergrSl~ert , da~ er die r~um]iehe Anordnung .der F~iden eben erkennen~ k~nn (gleitende Metho~te) oder dadurch, dal~ die F~den eine bestimmt~ Winkel~stellung erhalten und der Untersuehte Aussagen fiber die. Ste]lung der F~den bei diesem Winkel mgehen mul~ (Stufenmethode). Stellt man auf diesem letzteren Wege den kleinsten Winkel lest, bei dem die Vp. noch mit


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