Über den Bildungsmechanismus und die Molekulargewichtsverteilung von «lebenden» Polymerisaten
✍ Scribed by Theodor Lyssy
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1959
- Tongue
- German
- Weight
- 325 KB
- Volume
- 42
- Category
- Article
- ISSN
- 0018-019X
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✦ Synopsis
Einfuhrung. -Die Polymerisation von Styrol, angeregt durch negative aromatische Radikale, z. B. ONaphtalin', unter Benutzung eines Losungsmittels, welches keine Protonen liefert (non proton donating) wie z. B. Tetrahydro-furan oder Athylenglykol-dimethylather, fiihrt zu sogenannten debenden D Polymerenl), die in Gegenwart von Monomeren weiter wachsen konnen. Andrerseits konnen solche ((lebende )) Polymerisate durch Protonen liefernde Agenzien wie z. B. Wasser ccgetotet B werden, wobei das aktive Carbanionende der Kette in eine inaktive Alkylgruppe umgewandelt wird. Die zitierten Autoren schlugen weiter vor, dass die Polymerisationsanregng durch negative Naphtalinradikale auf einer Elektroneniibertragung auf das Monomere beruht und dass, wahrscheinlich nach erfolgter Dimerisierung der urspriinglich gebildeten negativen Monomerradikale, Polymerisate mit ctlebendenn Enden gebildet werden. In einer neueren Arbeit 2, kamen SZWARC und Mitarbeiter zum Schluss, dass das Zahlenmittel-Molekulargewicht Hn des debenden )) Polymerisates als Funktion des Ausdrucks [Monomer] / [ 1 / 2 Katalysator] aus letzterem bestimmt werden kann, unabhkgig sowohl von der Konzentration des Monomeren oder des Katalysators als auch von der Temperatur der Polymerisationsreaktion. Weiterhin wurde ausgefiihrt, dass, unter der Voraussetzung der Erfullung gewisser Bedingungen die erhaltenen Polymerisate monodispersen Charakter aufweisen sollten, d. h. das Zahlenmittel-Molekulargewicht a n sollte gleich sein dem Gewichtsmittel-Molekulargewicht Mw. Nach den Angaben der Verfasser wurde die letztere Schlussfolgerung durch Messungen von Prof. G. V. SCHULZ in Mainz, der fur drei Polymerisate von Prof. SZWARC fur das Verhiiltnis N w / a n die Zahlenwerte 1,06; lJ2; 1,06 errechnete, bestatigt. Ziel. -Im Hinblick auf die Moglichkeit der Darstellung von Styrol-oder anderen Olefin-Oligomeren mit aktiven Endgruppen, d. h. solche, die die Fahigkeit besitzen weiter zu polymerisieren, erschien es uns interessant, die von SZWARC und Mitarbeitern gefundene Kurve (Fig. 1) im gegen tiefe Molekulargewichte extrapolierten Bereich zu untersuchen. Wenn die Beziehung P = M/(1/2 C) nicht nur fur den von SZWARC beschriebenen Bereich gilt, dann muss die Extrapolation der Kurve gegen M/(1/2 C) = 1 zwangslaufig zu den gewiinschten Styrol-Oligomeren vom Polymerisationsgrad 2 2 fuhren.
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