Über das Verhalten der roten Ortho-Chinone aus Brucin und Dihydrobrucin. (Über Strychnos-Alkaloide, 101. Mitteil.)
✍ Scribed by Leuchs, Hermann ;Seeger, Herbert ;Jaegers, Kurt
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1938
- Weight
- 529 KB
- Volume
- 71
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-9631
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✦ Synopsis
Jaegers: uber das Verhalten der roten Ortho-Chinone aus Brucin und Dihydrobrucin. (uber Strychnos-Alkaloide, 101. Mitteil.) [Aus d. Chem. Institut d. Universitat Berlin.] (Eingegangen am 15. Juli 1938.) In VOI Jahren ausgefiihrten Arbeiten wurde als Ursache der r o t e n F a r br e a k t i o n , die B r u c i n und viele seiner Derivate mit S a l p e t e r s a u r e zeigen, die Bildung eines o-Chinons festgestellt: CH,.O.C:C.O.CH, +O:C.C:O. Der Nachweis lie13 sich bei der Brucinsulfonsaure 1') und dem Brucinolon-b2) dadurch erbringen, dal3 die roten Produkte ohne weiteres auskrystallisierten. Beim Brucin*) wurde die rote Losung in Salpetersaure zunachst mit schwefliger Saure behandelt und so das Hydrochinon gewonnen. Das mit Bicarbonat und Chloroform, dann mit Ligroin isolierte freie Chinon erwies sich als das Hydrat C,H,04N2.H20, dessen Wasser beim Trocknen nur zur Halfte abgegeben wurde. Das wasserfreie Chinon konnte nur aus dem Hydrochinon uber eine Chromsaure-Chlonvasserstoff-Verbindung erhalten werden.
Es wurde nun gefunden, da13 man auch den r o t e n Stoff a u s B r u c i n u n d S a l p e t e r s a u r e u n m i t t e l b a r abscheiden kann, und zwar als k r ys t a l l i s i e r t e s P e r c h l o r a t , C2,H,O4N2,HClO4, mit einer Ausbeute von mehr als 80% d. Theorie. Auch bei der Einwirkung von Chromsaure entsteht aus Brucin zunachst das gleiche Chinon, und es liel3en sich als Perchlorat etwa 50% isolieren. In derselben Weise, mit Chromsaure, sind schon friiher4) die Brucinon-und die Brucinolsaure wie die Dihydrobrucinonsaure zu den entspr. roten Chinonen oxydiert worden, die hier als solche auskrystallisierten.
Von den Umsetzungen des ,,Brucinchinons" wurde die mit Semicarbazidsalz durchgefuhrt. Schon bei gelinder Warme erhielt man das rotgelbe P e rc h l o r a t d e s Mono-semicarbazons.
Ebenso leicht bildete sich das Monoxim-Salz, das gelbgriine Farbe hat. I n ihm liegt vielleicht das tautomere Nitroso-phenol vor: HO.N:C
. C : 0 + 0 : N . C : C( OH). Auffallendenveise entstand bei hoherer Temperatur (800) ein rotviolettes Derivat, das sich als Monoxim-Hydrat erwies. Das Auftreten der tiefen Farbe mu13 wohl zu der Wasseraufnahme, die sicher an der
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