Über das Unverseifbare des Eieröles. I. Mitteilung
✍ Scribed by Sigmund Fränkel; Hermann Mathis
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1930
- Tongue
- German
- Weight
- 568 KB
- Volume
- 13
- Category
- Article
- ISSN
- 0018-019X
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✦ Synopsis
In den Ietzten Jahren hat es sich heruusgestellt, dab:, bestirnmte phy siologisch kvirksame Bestandteile tierischcr uncl 1)fl:iiizlicher Gewebe in dem unverseifbaren Teile der betreffenclcn Fette enthalten sind.
Schon vor vielen Jahren haben wir zeigen konnen. dass dcr physiologisch wirksame Bestandteil der lipoidei~ I b k t i o n tler Placenta nnd des Ovars nach Abtrennung samtlicher Pliosphati(1c und Cholesterine im Hochvakuum ohne Zersetzung destillierl )ar ist3).
I n den letzten Jahren haben sich die Beobachtungen auf diesem Gebiete verdiclitet und es konnte von vrrschietlrnen Seiten gezeigt werden, dass sowohl Substanzen der Hormonreilzc als auch solche der Vitaminreihe im Unverseifbaren von Gexebefetten T-orkommen und dass einzelne von ihnen im Vakuum destillicrbar sintl. Dies gilt sowohl fur die Stoffe ans dem Ovar und der Placenta einorscits, als auch fur die Stoffe aus dem Hoden andererseits. Ebmso abcr aucli fur den unverseifbaren Anteil des Fettes der Weizenkeimlinge, cles Lebertrans usw., in denen die Vitaminreihe A, D und E enthalten ist.
Bis jetzt ist es aber nicht gelungen, aucli nur eine einzige dieser Substanzen chemisch vollstandig zu erfassen. nber das Unverseifbare der Fette liegen reichliche Beobachtungen VOY, ohne dabs aber, ausserhalb der Steringruppe, diese Substanzen naher htudiert worden waren.
Man hat wohl Alkohole gefunden, welchtt rnit den gefundenen Fettsanren korrespondieren : wie den Cetylalkohol and den Oktadecylalkoliol im Walrat, den Arachylalkohol irn Ovarialdermoidcystenfett, den Carnaubylalkohol im Wollfett. Ebenso faiid nian im Bienenwachs Neocerylalkohol und Melissylalkohol und schli~sslich verschiedene flussige Alkohole mit paaren oder unpaaren Kohlenstoffzahlen bri versehiedenen marinen Tjeren. Bei den Alkoholen aus der IIaifisch-und der Rochenleber fallt es auf, dass sie samtlich 3 Sauerstoffe haben. l) Vortrag, gehalten auf der Winterversammluiig der Schweizerischen chemischen Gesellschaft in Zurich am 22. Februar 1930, und veroffentlicht nuf den Beschluss des Redaktions-Komitees.
2, Diese Untersuchungen wurden mit Gah'e'e J f o i i u c l e i 10 (Bari) begonnen und mit Hwmunn *lathis fortgesetzt.
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