Über das Lichtgleichgewicht des Chlorwasserstoffs
✍ Scribed by Coehn, Alfred ;Wassiljewa, Alexandra
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1909
- Weight
- 213 KB
- Volume
- 42
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-9631
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✦ Synopsis
Die folgende Jfitteilung bildet eine Fortsetzung der von dern einen yon uns begonnenen Studien iiber photochernische Gleichgewichte in honiogenen gasformigen Systemen. Als erste war in Gemeinschaft mit H a n s B e c k e r die Einwirkung des Lichts auf die Reaktion 2 SO? + 0, = 3 so, behandelt worden I). Die Tatsache, daI3 das im Dunkeln bei gewohnlicher Temperatur im Gleichgewichtszustande befindliche Schwefeltriosyd im Licht weitgehend zerlegt \vird, war vollig unerwartet. Ihre Feststellung legte den Gedanken nahe, auch andere photochemische Reaktionen in Gasen auf ihre Umkehrbarkeit zu untersuchen und den Gleichgewichtszustand im Licht in seiner Abhiingigkeit yon den wirksamen Faktoren festzustellen. D e n n e s s c h e i n t , daI3 z u r A u sg e s t a l t u n g e i n e r h e f r i e d i g e n d e n T h e o r i e d e r p h o t o c h e m is c h e n V o r g i n g e e s z u n i i c h s t n o c h e i n e r E r w e i t e r u n g d e s e s p e r i m e n t el 1 e n hl a t e r i a l s b e d a r f. Am haufigsten untersucht ist die klassische Reaktion der Photochemie, die Vereinigung des C h l o r k n a l l g a s e s im Licht. Rei B u n s e n nnd R o s c o e und der Mebrzahl der nachfolgenden Autoren wird das System durch die Absorption des entstandenen Chlorwasserstoffs in Wasser inhomogen gemacht, so daB die Vereinigung von M'asserstoff und Chlor quantitativ z u Ende verlaufen mufi. Aber aucli i n den Fallen, in welchen nicht fiir die Entfernung des entstnndeneri Chlorwasserstoffs durch Absorption in Wasser gesorgt war, ist div Frage nie aufgeworfen worden, ob in dem sich einstellenden Endzustand noch merkliche Mengen der Ausgangsgase vorhanden sind.
Das gewohnliche BL)unkelgleichgewichtc des Chlorwasserstoffs liegt Ihnlich, wie in dem erwihnten Fall des Schwefeltrioxyds, praktisch bei quantitativer Salzsiiurebildung. Dieses Gleichgewicht IaBt sich o h n e L i c h t herstellen, indem man als Katalysator K o h 1 e benntzt , welche auf das Wasserstoff-Chlor-Gemisch ebenso wirkt, wie Platin auf die Schmefeldioxyd-Sauerstoff-Mischung.
Im Falle des Schwefeldioxyd-Sauerstoff-Geniisches stellt sich i m L i c h t ein neues Gleichgewicht ein. Man kann das so ausdriicken, dal!, das Licht, einerseits fahig ist, die Vereinigung der Komponenten katalytisch zu beschleunigen , andererseits aber an deni im Dunkel-I) Ztschr. f. Elektrocheni. 13, 549 [1907]. kal. Chem. Arrhenius-Jubelband I1 [1909].
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