Mit 1 Figur im Text und 4 Figuren auf Tafel I. Nachdem es gelnngen war, Acetylcellulose in makrokrystalline Formen UberznfiihrenO), konnte kaum ein Zweifel dariiber sein, daO anch andere Derivate der Cellulose krystallisierbar sind, sofern es nur gelang, sie in genugend reinem Zustande herzustellen
Über das kryoskopische Verhalten krystallisierter Acetylcellulosen(XIX. Mitteilung über Cellulose.)
✍ Scribed by Hess, Kurt ;Schultze, Guido
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1926
- Weight
- 1021 KB
- Volume
- 448
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
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✦ Synopsis
In vorangehenden M i t t e i l ~n g e n ~) haben wir aus der Reaktionsweise der Cellulose in Kupferamminlosung folgern miissen, daB die Cellulose in diesen Losungen in Form chemisch selbstandiger Molekule der GroBe C,H,,O, reagiert. Da das aus derartigen Losungen abgeschiedene Kohlenhydrat wieder die bekannten gegen neutrale Losungsmittel unloslichen Eigenschaften der Cellulose zeigte, und in chemischer Beziehung mit Cellulose iibereinstimmte (gepruft auch an den Eigenschaften der Methylate und Acetate), so fiihrten diese Untersnchungen zu einer besonderen Auffassung uber die Cellulose.
Bei der Kleinheit der Strukturmolekel, die nach unten hin die Grenze dessen darstellte, was aus der Beziehung zur Glucose iiberhaupt nur moglich ist, glaubten wir in dem Aufbau der Cellulose gegeniiber den wasserloslichen und leicht krystallisierenden Kohlenhydraten keinen yrundsatzlichen, sondern nur einen graduellen Unterschied auf Brund besonders entwickelter Gitterkriifte zu erkennen.3
In dieser Arbeit bringen wir einen weiteren Beweis fiir diese Auffassung, die gegenuber der friiheren Beweisfuhrung den besonderen Vorzug der Einfachheit und Ubersichtlichkeit hat. l) Der wesentliche Inhalt dieser Mitteilung war gelegentlich eines zusammenfassenden Vortrages im Frankfurter Bezirksverein des Vereins Deutscher Chemiker am 26. Oktober 1925 bekannt gegeben worden. K. Hess.
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He ss und M ii 1 Ee r , Uber krystallisierte Triathylcellulose. 205 fortgesetzte fraktionierbe Fallung durfte ihn nnschwer noch etwas erhohen, vermutlich mindestens auf den Drehwert, den unsere Licheninacetate zeigen, die aus Lichenin mit einem Kupferdrehwert von c1435,8 = -2,33 bis -2,35O nach der
schicht wurde im Scheidetrichter von der wiiSrigen blauen Schicht getrennt und mit 20 ccm verdiinnter Schwefelsaure durchgeschuttelt. Die schwefelsaure Losung wurde dann vom Chloroform befreit, mit Jodkalium versetzt und das ausgeschiedene Jod nach 2 Minuten mit n/l,-Thiosulfat und Stlrke titriert.