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Über Cumaryl-2-aldehyd und einige andere Cumaronderivate

✍ Scribed by Tadeus; Ignaz Reichstein


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1930
Tongue
German
Weight
455 KB
Volume
13
Category
Article
ISSN
0018-019X

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✦ Synopsis


Von den verschiedenen Heteroringen verdienen diejenigen hesonderes Interesse, die in der Natur angetroffen werden. Zu diesen gehort auch das Cumaron. Am Ausbau der Cumarongruppe sind Stoermer und Mitarbeiter in hervorragender Weise beteiligt gewesen, doch haben diese Forsclier vergeblich versucht, den Cumaryl-aldehyd (V) herzustellen2).

M' ie kurzlich rnitgeteilt wurde3), lasst sich die hldehydgruppe in Furane mit freier cc-Stelle nach der Blauskuremethode einfuhren. Das Cumaron, als Puranabkommling, hatte auf diese Art den gesuchten Aldehyd ergeben sollen. R i e bereits dort erwahnt, versagt jedocli die Reaktion, die bei den eigentlichen Furanen relativ leicht und ohne Kondensationsmittel erfolgt, in diesem Falle vollkommen. Wie inzwischen gefunden wurde, gelingt es beim Cumaron auch durch Kondensationsmittel nicht, die Reaktion zu erzwingen, da es entweder unverandert hleibt (Zinkchlorid in Ather) oder lediglich polymerisiert wird (Aluminiumchlorid in Benzol), ohne dass Aldehydbildung eintritt.

Ebensowenig wie die Formylgruppe lassen sich in diesen Kern hohere Acylreste einfiihren, da auch hier entweder keine Reaktion oder lediglich Polymerisation, ohne Bildung von Ketonen erfolgt.

Es ersrheint uns in diesem Zusammenhange nicht zufallig, dass das Cumaron die Fichtenspanreaktion der Furane nicht zeigt. Diese beruht nach Erdmann4) auf einer Reaktion mit den aldehydischen Bestandteilen des Holzes, fdr die sich das Cumaron offenbar ebenfalls als zu trage erweist.


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