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Über bi- und polycyclische Azulene XVIII. Die Sulfonierung des Guajazulens

✍ Scribed by Treibs, Wilhelm ;Schroth, Werner


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1954
Weight
633 KB
Volume
586
Category
Article
ISSN
0074-4617

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✦ Synopsis


uber bi-und polycyclische Azulene XVIII*) Die Sulfonierung des Guajazulens Von n'ilheln~ Treihs und Werner Sclrrofhl) (Mit 2 Figuren im Text) Ihre quantenmechanische Auslegung als ,,nichtbenzoide aromatische Kohlenwasserstoffe" fordert, dalj die Azulene ebenso wie die benzoiden Aromaten , ,zu elektrophilen Substitutionen befahigt sind". I n der vorhergehenden Mitteilnng XVII*) untersuchten wir die Fahigkeit zur Azotierung und legten die bevorzugten Substitutionsstellen 1(-3) durch ein Ausschluherfahren fest. Als Ausgangsazulen und Modellverbindung fur s u 1 So n i e r e n d e S u b s t i t u t i on e n stand uns das G u a j a z u l e n (1,4-Dimethyl-'i-Isopropyl-azulen) zur Verfugung, das aus eineni azulenbildenden tertiaren Alkohol des atherischen 01s voii Eucalyptus dives durch W asserabspaltuiig und Dehydrierung leicht in reiclilicher Menge zuganglich war. Bereits 1914 stellte Shernda12) in1 Verlaufe einer ersten orientierenden Untersuchung uber aus atherischen Olen dargestellte Azulene eine Sulfonsaure mittels Schwefelsaure und Essigsaureanhydrid her, ohne genauere Angaben uber Zusammensetzung und chemische Eigenschaften zu machen. Mit Soda erhielt er ein Natriumsalz, dessen violette waBrige Losung mit Losungen von Cnund Ba-salzen Niederschlage gab. Trotz der verschiedensten Variationen befriedigte uns diese relativ milde Arbeitsweise nicht, da daneben erhebliche Mengen meist gruner Nebenprodukte entstanden und da der notwendige UberschuB an Schwefelsaure und Essigsaiure-anhydrid die Aufarbeitung erschwerte. Eine befriedigende Darstellung der wasserloslichen C: u R j a z ul e ns u l f o n s a u r e I u n d i h r e r Derivateerzieltenwir schlieljlichdurch schonende Einwirkung des Schwefeltrioxyd-Dioxan-adduktes3) auf das Azulen. Die Saure wurde als Natriunisalz isoliert, das sich aus waBriger Losung sowohl in blauen Nadeln wie such in grunblauen vier-und sechs-eckigen Plattchen ausschied. Die Mutterlmge dieses Sulfonats war tiefrot gefarbt und enthalt nach dem UV-Spektruni noch ein weiteres Azulen-sulfonat, das bisher noch nicht rein erhalten werden konnte.


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