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Über Acetylierung und Methylierung der Cellulose. Ein Beitrag zur Konstitutionsfrage des Kohlenhydrates

✍ Scribed by P. Karrer; Erich Escher


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1936
Tongue
German
Weight
400 KB
Volume
19
Category
Article
ISSN
0018-019X

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✦ Synopsis


Die Celluloseforschungen des letzten Jahrzehnts haben unsere Kenntnisse uber dieses Kohlenhydrat unbestreitbar wesentlich gefordert. Hierbei sind von den verschiedenen Forschungsrichtungen, unter denen die Methylierungsmethoden, die partielle Hydrolyse, die Deutung der Rontgenspektren, Viscositatsmessungen und Auswertung des polarimetrischen Verhaltens hervorgehoben seien, Resultate erzielt worden, die im grossen ganzen ubereinstimmen und zu dem Bild der hochmolekularen Cellulosemolekel fiihrten, die aus einer Kette u n t e r s c h i e d l o s glucosidisch verbundener Glucosegruppen besteht.

Bei einer solchen Harmonie der Auffassungen ist es eine undankbare Aufgabe, auf Punkte hinzuweisen, die mit diesen Ansichten nicht zwanglos in uberehstimmung gebracht werden konnen. Trotzdem mochten wir die Aufmerksamkeit heute auf eine solche Beobachtung lenken, die uns schon seit Jahren bekannt ist, neuerdings aber nochmals experimentell nachgepriift wurde. Auch fiir die Celluloseforschung muss die Tatsache Giiltigkeit haben, dass eine Theorie nur so lange unverandert bestehen kann, als sie alle Beobachtungen zwanglos zu deuten vermag.

Die Untersuchung, von der im folgenden die Rede ist, betrifft das schon sehr oft studierte Verhalten dieses Kohlenhydrates bei der Acetylierung und Methylierung.

Die Forscher, welohe Cellulose e r s c hopf e n d methylierten, haben dabei z. T. abweichende Resultate erzielt. Wir geben hieriiber auf S. 1193 folgende kurze Busammenstellung, die keinen Anspruch auf Vollstiindigkeit aller Literatmangaben macht . Bis etwa zum Jahr 1925 war es, wenn man von der vereinzelten Angabe Delzham's absieht, keinem Forscher gegliickt, den bei einer volls t iindigen Methylierung der Cellulose zu erwartenden theoretischen Methoxylgehalt von 45,58 % zu erreichen; die haufig methylierten Produkte besassen ca. 42-44 % Nethosyl. Etwa um diese Zeit begann man dann zwecks ,,vollst&ndiger" Methylierung der Cellulose das Ausgangsmaterial einer besonderen Vorbereitung zu unterziehen. Es wurde entweder umgefallt (z. B. aus Kupferouydammoniak) oder acetyliert und in acetyliertem Zustand mit Dimethylsulfat und Alkali methyliert.


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