𝔖 Bobbio Scriptorium
✦   LIBER   ✦

Zur Therapie der habituellen Patellarluxation

✍ Scribed by Horst Cotta


Publisher
Springer
Year
1959
Tongue
English
Weight
467 KB
Volume
51
Category
Article
ISSN
1434-3916

No coin nor oath required. For personal study only.

✦ Synopsis


Die habituelle Luxation der Patella ist e~ne pathologische Gelenkver/inderung, die die Sicherheit und Funktionstfiehtigkeit des Kniegelenkes ganz erheblich beeintr/tehtigt und damit dem Erkrankten ernsthafte Schwierigkeiten im tiigliehen Leben bereiten kann. Ffir die Beseitigung dieses l&stigen Leidens ist der operative Eingriff bei Menschen jfingeren und mittleren Alters die beste MSglichkeit. Eine konservative oder abwartende Haltung wird mit Sicherheit keine Besserung mehr bringen. N ur wenn infolge hohen Alters eine Operation dem Patienten nieht mehr zumutbar ist, kann die Versorgung mit ehler Bandage nfitzlieh sein. Die operative Behandlung ist nieht nur zur Beseitigung der immer wiederkehrenden Luxationszust/inde erforderlich, sondern auch eine sehr wiehtige pr&ventive MaSnahme im Hinbhek auf die sekund/~ren Folgen. Es kommt h~ufig dutch die rezidivierenden Luxationen zu anormalen anatomischen Verh/~ltnissen im Knie-β€’ gelenksbereieh, die yon entzfindlichen Reizzust~nden begleitet werden und zu Sch/~digungen der knorpeligen Gelenkfl/~che der Patella und in verh/~ltnism/~l]ig kurzer Zeit zn irreversiblen Ver/~nderungen im Sinne der Arthrosis deformans ffihren. Diese schweren Folgen entstehen unabh/ingig yore Alter des Erkrankten.

Aus diesem Grunde sind wir der Ansicht, dal3 der behandelnde Arzt den Patienten dahingehend beraten sollte, die Operation so bald wie mSglich durehffihren zu lassen.

Beim Studium der chirurgischen und or$hopadischen Literatur konnten wit feststellen, dab inzwisehen 137 verschiedene Operationsverfahren zur Beseitigung dieser Erkrankung ver-5ffentlicht worden shld. Bei kritischer Betraehtung dieser grol3en Zabl fragt man sich, wie diese ehirurgisehe Aktivita~, konzentriert auf einen relativ kleinen Gelenkabschnitt, zu erklaren ist. Die Beantwortung liegt kIar auf der Hand. In den meisben Fallen haben die einzelnen Operationsverfahren bis heute nicht annahernd den Erwartungen der Opera$eure entsproehen. Von sehr vielen Autoren sind nur 2--3 Fa]le lmalig publiziert, an denen sie ihre neue Operationsme,bode erprobt haben. Nur wenige Kliniken haben bisher Erfahrungen an einem gr6f~eren Operationsmaterial mitgeteil$. Die Zahl 10 der operierten Patienten wird nur in seltenen Fallen iibersehritten.

Wir kSnnen nun im Rahmen dieser Arbeit nicht auf die verschiedenen zahlreichen Operationsmethoden eingehen. Wir beabsiehtigen aueh lfieht, das 138. Operationsverfahren zu ver5ffentlichen, sondern das Ziel dieses Beitrags soll ein Erfahrungsberieht einer Klinik mit einem grSl]eren Operationsgut als Fortsetzung der Mitteilungen yon M. LANGE sein.


πŸ“œ SIMILAR VOLUMES


Beitrag zur Γ„tologie und Therapie der ha
✍ Alois FΓΌrmaier πŸ“‚ Article πŸ“… 1954 πŸ› Springer 🌐 English βš– 479 KB

## Krankengeschichte. Z. R., 7j~hriges Mgdchen. Seit 2 Jahren teichte Schmerzen im linken Kniegelenk bei ]~ngerem Laufen. Physiologisches Genu valgum yon 1750 links und rechts. Am linken Kniegelenk liegt in Streckstellung des Beines die Patella ventral, abe~ gegeniiber dem rechten Kniegelenk doch