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Zur Konstitutionsspezifität der Vitamin-E-Wirkung

✍ Scribed by P. Karrer; K. A. Jensen


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1938
Tongue
German
Weight
183 KB
Volume
21
Category
Article
ISSN
0018-019X

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✦ Synopsis


Als bisheriges Ergebnis unserer Synthesenl) in der Tocopherolgruppe kann fcstgestellt werden, dass die Vitamin-E-Wirkung, die beim a-Tocopherol (I) am starksten ist, etwas zuriickgeht, wenn im aromatischen Teil der Molekel nur noch zwei, statt drei Methylgruppen vorhanden sind. Die drei isomeren racemischcn Dimethyl-tocole2) besitzen volle Wirksamkeit in 10 mg Dosen; 5 mg Dosen scheinen, sowcit bisher gepruft, nur noch in eincm gewissen Prozentsatz der FBlle zu geniigen, wahrend a-Tocopherol in 3 mg-Dosen volle Aktivitat aufweist. Durch das Verschwindcn einer Methylgruppe aus dem Benzolkern des a-Tocopherols wird die Vitamin-E-Wirkung somit etwas geschwacht, jedoch nicht in bedeutender Weise.

Die nachste Aufgabe bestand darin, den Einfluss veriinderter aliphatischer Seitenketten auf die biologische Wirksamkeit zu prufen. Wir verfiigen heute uber einige Beobachtungen, die in dieser Hinsicht aufschlussreich sind. Das kiirzlich schon beschriehene 2,5,7,S-Tetramethyl-6-oxy-chroman (11)3) hatte in Dosen yon 30 mg keinerlei Vitamin-E-Wirkung ; grossere Dosierungen wurden bisher nicht gepriift. Als eine Verbindung, die in ihrer Konstitution dem a-Tocopherol naher steht, haben wir das Kondensationsprodukt aus Tetrahydro-farnesylbromid und Trimethyl-hydrochinon (111) dargestellt, das in der systemiltischen Nomenklatur als 2,5,7, %Tetramethyl-,"-[ 4', S'-dimethyl-nonyl]-6-oxychroman l ) Helv. 21, 820, 939, 1234 (193s).


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