𝔖 Bobbio Scriptorium
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Zur Kenntnis des Plumierids. 1. Mitteilung

✍ Scribed by H. Schmid; H. Bickel; Th. M. Meijer


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1952
Tongue
German
Weight
788 KB
Volume
35
Category
Article
ISSN
0018-019X

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✦ Synopsis


I m Jahre 1894 wurdc: \Ton W. G. Boorsmal) und fast gleichzeitig von E. ilXerck2) aus der Rinde von Plumiera acutifolia (Apocynaceae) ein krist. Kitterstoff isoliert, der den Namen Plumierid erhielt. Schon frither, im Jahre 1870, gewann l'h. Pc&oZt3) aus der Rinde von Plumiera lancifolia einen iihnlichen Pflanzenstoff, das Agoniatlin. Die Identitat von Plumicrid und Agoniadin wurde volt A. P. AT. P~anchimont~) festgextellt. Diesem Autor verdanken wir auch die erste, eingehendere Untersuchung des Plumierids. Es handolt sich deninach um ein Glucosid, das kristallwasserhaltig bei l53O schniilzt, wasserfrei sich obcrhalb 300° zersetzt. Mit lieissen Mineralsauren wird die Verbindung unter Abspltung von Glucose in einc: huminartige Substanx umgewandelt. Als Summenformel wurtlr C,,H,,O,, * OCH, ermittelt und durch Xolekulargewichtsbestimmurigen gestutzt. Mit Alkali bildete sieh in sclilechter Ausbeute die methoxylfreie Plumieridsaure C,oH,,O,,.

Weitere Untersuchungen iiber Plumierid scheinen bisher nicht veroffentlicht worden zu sein .

Dureh das Entgegenkommen der Herren Ir. J . A. Nijholt iincl van Woerden, Bogor (Java), gelangten wir in den Kesitz der Rincie von Plumiera acutifolia, aus der sich das Glucosid in etm-a 4-prOZ. Busbeute isolieren liess. Die sorgfaltig gereinigte Substanz schmilzt mit 1 Mol Kristallwasser bei 156--158O, wasserfrei bei 224-225O, ohne merkliche Zersetzung und zeigt ein [. Iu = -1 1 1 0 (Wasser). Auf Grund zahlreicher Analysen kommt dern Plumierid (I) die Bruttoformel Cz1H2801z oder, weniger wahrscheinlich, die um zwei H-Atome iirmere Pormel C2,H,,0,, zii. Mit Essigsaureanhydrid unct Pyridin entstand ein Rcetat I1 (Smp. 130°, [. ID = -1 3 8 O Chloroform), das durch kurzes Erwarmen mit sehr verdunnter absoluter Natriummethylatlosung in Plumierid zuruckverwaiidelt werden k m n . I m Acetat kommen, dem negativen Ergebnis der Zemuoitinoff-Bestimmung und dem I R .-Spektrum nach zu schliessen, keine freien Hydroxylgruppen mehr vor. Selir wahrscheinlich handelt es sich urn ein Pentaacetat, wofur Acetylbestimmungen und die Analysen des l) Communications du Jardin botanique de Buiteiizorg 13, 11 (1894).


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