𝔖 Bobbio Scriptorium
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Zur Kenntnis des Mechanismus der Alizarinrotfärbung

✍ Scribed by R. Haller


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1938
Tongue
German
Weight
505 KB
Volume
21
Category
Article
ISSN
0018-019X

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✦ Synopsis


Das Fiirben in Alizarinrot wird heute nur fiir spezielle Zwecke ausgefuhrt j schon das alte Paranitranilinrot hatte die Stellung des Alizarinrotes geschwacht, die auf Grund von ,&Oxynaphtoesiiure und ihren Homologen aufgebauten Rottone haben dieselbe zu einer heute kaum mehr haltbaren gemacht. Immerhin muss heute, wo man glaubt, den Gipfel der Echtheit erklommen zu haben, mit Nachdruck darauf hingewiesen werden, dass ein sogenanntes ,,Altrot", d. h. ein Alizarinrot, das nach den Grundsatzen und Verfahren des 18. Jahrhunderts in hochst komplizierter Weise hergestellt wurde, und das allein den Namen ,,Tiirkischrot" verdient, trotz allem die Spitze der Echtheitspyramide noch besetzt hiilt.

Die Bildung von Alizarinrot war lange Jahre eifriges Objekt chemischer und koloristischer Forschungen, und es ist; erfreulich, dass auch heute dss Interesse am komplizierten Werdegsng dieses Pigmentes nicht erloschen ist, wohl deswegen, weil sieh die gegenwartige koloristische Welt bewusst ist, noch nicht den Schleier uber allen Geheimnissen der Genesis dieser interessanten Farbung geluftet zu haben. Dass dem so ist, beweist eine Arbeit neuesten Datums von Hoffmawn, ,,ober die Konstitution des Turkischrotlackes" l). Es wird darin versucht, auf Grund von chemischen Untersuchungen zu einem Bild von der chemischen Konstitution des Alizarinrotlackes zu gelangen.

I n der vorliegenden Arbeit soll die Frage der Konstitut'ion undiskutiert bleiben, wohl aber soll versucht werden, einen Beitrag zur Kenntnis des Mechanismus der Alizarinrotbildung zu liefern.

Das Verfshren, Alizarinrot zu fiirben, ist bekannt genug, um hier eingehend behandelt zu werden, wenn auch heute bedauerlicherweise selten mehr praktische Voraussetzungen gemacht werden durfen. Wir wissen, dass die neuen Verfahren, und um tiiese handelt es sich, zwar immer noch mit den von alters her bekannten Komponenten arbeiten, dass sich aber inzwischen die Anzahl der Operationen von 1 7 auf 6 vermindert hat, dank der Moglichkeit, ein integrierendes Hilfsmittel, die Fettsiiure, in wasserloslicher, leicht anwendbarer Form, mit Hilfe von sogenanntem Turkischrotol, einem Natriumoder Ammoniumsalz des Schwefelsiiure-esters der Ricinolsaure, zu verwenden. I m Gegensatz dazu stand fruher das Tournantol, ranziges Olivenol dritter Pressung, welches als solches in Form von 1) Diss. Dresden 1937. l ) Vgl. Schitzenberger, Farbstoffe, 188 (1870).


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