Zur Kenntnis des Betulins
✍ Scribed by Schulze, Heinrich ;Pieroh, Kurt
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1922
- Weight
- 711 KB
- Volume
- 55
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-9631
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✦ Synopsis
Zur Eenntnie des Betulins. [hns d. Chem. u. PLarmazeut. Institut d. Universitat Halle.] (Eingegangen am 17. Juni 1924.) Das im Jahre 1788 zuerst von L o w i t z ' ) aus der Birkenrinde isolierte B e t u l i n ist bisher ziemlich wenig untersucht wordena). Die ersten genaueren Angaben daruber ruhren von U. H a u s m a n n 3 ) her. Dieser findet den auch von uns beobachteten Schmp. 251O; seine Analysen fuhren ihn auf ClaHzoO als einfachste Formel fiir das Betulin. AuF Grund eines von ihm erhaltenen A c e t y l d e r i v a t e s , dem er die Zusammensetzung CasHss 0 3 (0 CZ EL) ¶ zuschreibt, verdreifacht er die Formel, so dal3 dem Betulin die Formel C36116003 zukommen wiirde. Bei gelinder Oxydation des Betulins mit Chromsaure gewann er eine amorphe dreibasische Saure Ca6H54016, seine B e t u l i n s P u r e , bei energiacher Oxydation rnit Salpeteraaure eine vierbasische, in Form ihrer Salze stark bitter schmeckende SGure
C 3 ~l I 5 ~0 1 6 , die er deshalb B e t u l i n a m a r s a u r e nannte. H a u s m a n n hat dabei den Stickstoffgehalt des amorphen Produktes iibersehen *). Es durfte sich bei seiner aBetulinamarsaurea um ein Gemisch von Nitroverbindungen gehandelt haben. Bei der trooknen Destillation gewann er einen 61artigen, nach Juchten riechenden garper, den er als ein A n h y d r i d d e s B e t u l i n s anspricht. Untersuchungen, die W i l e s c h i n s k y 5 ) im gleichen Jahre ausfuhrte, lieBen ihn CsoHa* 0 a13 Betulin-Formel aufstellen. Bei der Destillation mit Phosphorpentoxyd fand er eine Reihe von K o h l e nw a s s e r s t o f f e n der Formel CloH16. Von Interesse ist es, da13 er festatellt 6), dr13 das Betulin mit ' / a Mol. Waseer krystallisiere, das erst bei 1300 fortgehe. Wir kommen spater darauf zuriick, da es sich urn Krystall-Alkohol, nicht Krystall-Wasser handelt. P a t e r n h und S p i c a ' ) erhielten ahnlich aus Betulin durch Destillation rnit Ph03phorpentoxyd einen Kohlenwasserstoff C11H16. F r a n c h i m o u t * ) bekam bei der Destillation des Betulins rnit Phosphorpentasulfid ein Gemisch von Kohlenwasserstoften CIIIIIG, Cla HIS und C13HSO. Er I ) K r e l l s Aunalen 1788, 312. a) Eine Zusammenlassung der Arbeiten iiber das Bctulin findet sich in: Beitrage zur Kenntnis des Betulins von K. Pioroh, Dissertation, Halle 192'2. U. H a u s m a n n , A. 182, 368 [18763. 4) T r a u b e n b e r g , C. 1912, 1 1815. 6) B. 9, 1810 [1876]. 5 ) B. 9, 1412 [1876]. ' ) R. 11, 153 [1878]. *) B. 12, 8 [18791.
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