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Zur Kenntnis der Triterpene. Abbau der Oleanolsäure zu einem C26-Oxy-tetrasäure-lacton

✍ Scribed by L. Ruzicka; A. Rudowski; J. Norymberski; O. Jeger


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1946
Tongue
German
Weight
439 KB
Volume
29
Category
Article
ISSN
0018-019X

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✦ Synopsis


Abbau der Oleanolsaure zu einem C,,-Oxy-tetrasaure-laeton. von L. Ruzicka, A. Rudowski, J. Norymberski und 0. Jeger. (22. XII. 45.) (102. Mittdung')).

Vor kurzem2) haben wir ein Arbeitsprogramm zum direkten Nachweis des Methyls am Kohlenstoffatom 53) des Oleanan-Geriistes aufgestellt, das bei den fruheren Abbauversuchen nicht erfasst werden konnte. Die dazu brauchbaren isomeren C,,-Oxy-tetrasaurelactone XI1 und XI11 wurden pdparativ aus dem Hederagenin gewonnen, aus welchem sie jedoch relativ schwer zuganglich sind. Wir suchten deshalb nach einem bequemeren Verfahren zur Herstellung dieser Verbindngen.

Auf folgendem Wege liess sich nun die Verbindung XI11 bzw. ihr Anhydrid (IXa) in zwei Stufen aus dem leicht zugangliehen Oleanolsaure-lacton (I) , ) mit guter Ausbeute erhalten.

Das Oleanolsaure-lacton (C30H4803) gibt rnit Phosphorpentachlorid in Petrolather-Losung eine ungesattigte, bei 297 -299O schmelzende Verbindung C,,H,,O, (11).

Vor kurzem konnten wir zeigen, dass man %us a-Amyrenonol und Lupanol mit Phosphorpentachlorid unter Retropinakolinumlagerung und Ringverengerung Verbindungen erhalt , in welchen der Ring B dem oxydativen Abbau zuganglich ist 5). Dass aus Oleanolsame-lacton ein analoges Produkt entsteht, liess sich durch Oxydation von I1 mit Osmiumtetroxyd beweisen. Man erhalt dabei ein Diol C,,H,O, (111) vom Smp. 315-320°, welches bei der Umsetzung mit Blei(1V)-acetat eine Verbindung CZ7H4,O3 (IV) liefert. IV ist mit dem schon fruher aus Hederagenin gewonnenen C,,-Ketolacton identisch,), wodurch die Teilformel I1 bewiesen ist.

Die Verbindung I1 ist demnach analog gebaut wie das aus a-Amyrin zugangliche a-Amyradienon-I, kann also als Anhydrooleanolsaure-lacton-I bezeichnet werden. B e i d e r O x y d a t i o n m i t Chromsaure i n k o c h e n d e r Eis- essiglosung e n t s t e h t a u s I1 d a s g e s u c h t e , friiher a u s H e d e r a g e n i n u n d S u m a r e sin o 1 s Bur e ge w o n n e n e An h y d r idl) 101.


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A 2 O j 22-2 1 -0 x y -n o r -a110c h olens Bur e -l a c t o n (VIII). Auf die Isolierung des 20-Oxy-lactons wurde verzichtet. Diejenigen Praktionen, die einen positiven LegaZ-Test zeigten, wurden aus Methanol umkrystallisiert, wobei ein Praparat vom konstanten Smp. 170O erhalt en wurde. [.ID = f1,3

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0 x i m d es K e tol u pe o 1benz o a t s . lOOmg Keto-lupeol-benzoat vom Smp. 268,50. 100 mg Hydroxylamin-chlorhydrat und 200 mg krystallisiertes Natriumacetat wurden in 5 em3 Chloroform gelost und mit 30 (3x19 Methanol 4 Stunden linter Ruckfluss gekocht. Dann wurde vom ausgeschiedenen Kochsalz abf

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## Abstract In dieser Arbeit wird die Gewinnung der Säure VI aus den Ringen A und B des pentacyclischen Triterpens Oleanolsäure (I), sowie des tricyclischen Triterpens Ambreïn (IX) beschrieben. Schon früher wurden die Ringe A und B des Ambreïns mit den beiden Ringen der Manool‐Sclareol‐Gruppe (XV,