Zur Hydrolyse amphoterer Metallalkoxide, XII. Notiz über die Verseifung von Aluminiumäthylat in Gegenwart von Basen
✍ Scribed by Fuchs, Joachim ;Palm, Rosemarie
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1968
- Tongue
- English
- Weight
- 189 KB
- Volume
- 101
- Category
- Article
- ISSN
- 0009-2940
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✦ Synopsis
Die Frage, ob in waBrigen Aluminatlosungen Polyanionen vorliegen, ist vielfach diskutiert worden. Wahrend Herzz), Prasad, Metha und Josh$) sowie Brintzingerd) u. a. aufgrund physikalischer Untersuchungen Polyanionen annehmen, gaben sehr sorgfaltige neue Untersuchungen von Brosset, Biedermann und Sillens) sowie von Jahr und Pernoll6) keine Anhaltspunkte fur das Auftreten von Polyaluminat-Ionen in Losung. Die kurzlich von Johannsson 7) durchgefuhrte Rontgenstrukturuntersuchung des Kaliumaluminats K20 A1203.3 H20 hat gezeigt, daR die Verbindung Dialuminat-Ionen enthdt : ' OH / " " I ' [ ~~; A ~-O -A l --O H HO\ Dies gibt erneut AnlaB zu der Vermutung, daB in wlBrigen Losungen doch, wain auch vielleicht nur in geringer Konzentration oder in einem sehr begrenzten pH-Bereich, Polyaluminat-Ionen vorliegen konnen. Als sehr geeignete Methode zur Darstellung von polysauren Salzen hat sich in den letzten Jahren die Hydrolyse von Metallalkoxiden in Gegenwart von Basen bzw. Anhydrobasen erwiesens). Es wurde deshalb jetzt versucht, ob auf diesem Wege weitere Verbindungen mit kondensierten Aluminat-Ionen erhiiltlich sind. Losungen von Aluminiumiithylat in siedendem Xylol wurden mit athanolischen Losungen von Anhydrobasen gemischt und mit Wasser bzw. wasserhaltigem Athanol hydrolysiert. Als Anhydrobasen wurden Lithium-, Natrium-, Kalium-und Bariumalkoholate sowie die Verbindung Ca(OC2H5)2 -C ~H S O H eingesetzt. Bei der Verseifung des Aluminiumathylats in Gegenwart von Lithiumathylat mit kleinen Mengen wasserhaltigen Athanols wird LiOH als farbloser, kristalliner Niederschlag erhalten. Das Hydrolyseprodukt ist durch nur geringe Mengen Aluminiumhydroxid verunreinigt. Bei Verwendung groBerer Wassermengen bildet sich die kristalline Phase LiOH . Hz0. Die Fiillungsprodukte lassen sich leicht an Hand ihrer Rontgendiffraktogramme identifizieren. Bei Verwendung eines Wasseruberschusses fallt neben den Lithiumhydroxiden Bohmit, AlOOH, aus. Ein Aluminat entsteht nicht. Ganz analog verlauft die Hydrolyse in Gegenwart von Calciumathylat. Hier wird bei Verwendung eines Wasserunterschusses Portlandit, Ca(OH)2, erhalten. Die Bildung eines Calciumaluminates lie8 sich nicht nachweisen.
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