𝔖 Bobbio Scriptorium
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Zur Frage des Hörvermögens der Fische

✍ Scribed by O. Haempel


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1911
Tongue
English
Weight
770 KB
Volume
4
Category
Article
ISSN
1434-2944

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✦ Synopsis


Zur Frage des H6rvermGgens der Fische.

V'on 0. Haempel (Wen).

Die Frage uber das Horen der Fische bildet schon lange eine Streitfrage linter den Forschern. Wihrend die einen auf Gtmd ihrer Ekperimente zu dem positiven Resultate kamen, de6 den Fischen die Fahigkeit, Tone zu perzipieren, zukomme, stellten dies andere entschieden in Abrede. Alle diese Xrbeitenich nenne hier bloB die Namen Zenneck, P a r k e r , Bigelow, Kreidlsind in der historisch-kritischen Studie K o r n e r s (4) eingehend besprochen, so daS ich hier uicht nLher auf dieselben einzugehen brauche, sondern nur das Wichtigste hervorhebe. Kreidl (5) hat das Verdienst, zur Priifung der Gehorfrage die ersten 'orauchbaren physikalisch einwandfreien Versuche an Cypriniden (Carrassius ;auratus L.) angestellt zu haben; auch operierte er mit strychninisierten I'iscken und solchen, denen die Gehiirorgane exstirpiert worden waren. Er kam a l f Grund seiner Versuche zu einem negativen Resultat, spricht den Fischen jegliches Horvermogen ab und laDt nur einen stark entwickelten Hautsinn gelten, verrnittels dessen die Fische auf starke Schallwellen reagieren k8nnen. Ganz anders Zenneck ( l l ) , P a r k e r (9) und sein Schuler Bigelow (2). Die Versuche der beiden letzteren vernnchlbsige ich , trotzdem sie neuerm Datums sind. Die beiden Forscher experimentierten indessen unter so unnaturlichen Bedingungen --man wird hier unwillkiirlich an einen engen Vogelkafig erinnert -so dafi ihre Arbeiten nicht recht diskutabel sind. Ich Irann. daher Korner nur Recht geben, wenii er sagt, da8 es den genannten Forschern keineswegs gelungen ist. bei ihreri Versuchstieren einen Gtehorsinn uberzeugend nachzuweisen. Anders dagegen die Versuche Zennecks. Dieser wax zunachst der erste, welcher mit frei lebenden Fischen (Leuciscus rutilus L., Leuciscus dobula [= Leuciscus cephalus L.?] uiid Alburnus lucidus Heck.) experimentierte. Als Tonquelle diente eine elektrische Glocke, die, urn das Entstelien von Oberfliichenwellen zu verhindrrn, in einen mit Wasser gefullten Eimer gesenkt wurde und voni Ufer aus inittels Kontltktes zuin Tonen gebratht werden konnte. Ohne hier auf die weitere Versuchsanordnung niher einzugehen, erw-iihne ich nur, dab Zen n e c k Zuni Schlusse kommt, da6 die untersiichten FluBBsche eine deutliche Reaktion auf die Tonschwingungen einer im Wasser befindlichen Glocke zeigten. Doch liSt er vorsichtigenveise die Frage offen, ob jene Fische die Schallwellen niit % m e d. get. Hydrobio1.n. nydrogr. BI.1V. H. S u. 1.


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