Zur Existenz niedergliedriger Cycloalkine, IX Über das intermediäre Auftreten von Cyclooctadien-(1.2)
✍ Scribed by Wittig, Georg ;Dorsch, Hans-Lothar ;Meske-Schüller, Johanna
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1968
- Weight
- 520 KB
- Volume
- 711
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
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✦ Synopsis
Eingegangen am 3. Juli 1967 Durch Umsetzung von Cyclononin und Cyclononadien-(1.2) rnit 1.3-Diphenylbenzo[c]furan wurden die korrespondierenden Cycloalkin-bzw. Cycloallen-Diphenylisobenzofuran-Addukte hergestellt und durch ihre NMR-Spektren charakterisiert. Ein Vergleich mit den Addukten der niedergliedrigen Cycloalkine bestatigte, daR diese Substanzen tatsachlich Cycloalkin-Abfangprodukte darstellen. Bei Versuchen, Cyclooctadien-(1.2) intermediar freizusetzen und mit Diphenylisobenzofuran abzufangen, entstand das Addukt 2, das jedoch nur mit Vorbehalt als Cycloallen-Abfangprodukt aufgefaRt werden kann. Bei Wiederholung dieser Versuche in Abwesenheit eines Abfangmittels wurde das Cyclobutan-Derivat 5 nachgewiesen, das, als Folgeprodukt des Cyclooctadiens-(1.2) betrachtet, dessen Auftreten sehr wahrscheinlich macht. Um die Struktur der Cycloalkin-Diphenylisobenzofuran-Adduktel) zu sichern und auszuschlieflen, daR es sich um die isomeren Cycloallen-Addukte handelte, erschien es notwendig, die Verbindungen kernresonanzspektroskopisch zu untersuchen. Als Model1 zur Herstellung beider Verbindungstypen wahlte man den Neunring, da von ihni sowohl das Alkin-als auch das Allen-Derivat zuganglich sind.
Neunring-Derivate
Cyclononadien-(1.2) 2) und Cyclononin3) wurden unter gleichen Bedingungen rnit Diphenylisobenzofuran zum Sieden erhitzt. Nach chromatographischer Aufarbeitung des Cyclononadien-( 1.2)-Ansatzes erhielt man in 42-proz. Ausbeute Verbindung 1 vom Schmp. 174-175", wahrend sich aus dem Cyclononin-Ansatz farblose Kristalle vom Schmp. 176 -177" (48 %) isolieren lieoen. Fur beide Verbindungen wurde die Summenformel C29H280 ermittelt, jedoch waren die Addukte nicht identisch (Mischprobe). ErwartungsgemaiB unterschieden sich auch die Kernresonanzspektren. Da das aus dem Allen gewonnene Addukt Signale bei 4.63 t (1H) und 6.72 T (1H) aufwies, die dem Vinyl-und Methinproton zuzuordnen sind, kann rnit Sicherheit dafur
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WITTIG und WILSON Jahrg. 98 in Anwesenheit von Tetracyclon die Diels-Alder-Addukte des Cyclooctins, -heptins und -hexins in guten Ausbeuten isolieren, wie am Beispiel des Cycloheptins erltiutert sei: I1 Das Addukt des Cycloheptins entstand auch, wenn man die Bestrahlung bei -25" einige Minuten unter