XI. Verbindungen der substituirten Naphtalinsulfosäuren mit organischen Basen
✍ Scribed by Erdmann, Hugo ;Süvern, Carl
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1893
- Weight
- 335 KB
- Volume
- 275
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
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✦ Synopsis
Die salzartigen Verbindungen der Sulfosauren des Naphtalins rnit aromatischen Basen sind meist schwer losliche, bestandige, rnit sehr wenigen Ausnahmen gut krystallisirende Korper. Zweiwerthige Basen konnen, je nach den Versuchsbedingungen, ein oder zwei Molekule einer einbasischen Naphtalinsulfosaure binden, beide Arten von Salzen sind bestandig und lassen sich aus kochendem Wasser und den meisten organischen LBsungsmitteln ohne Veranderung umkrystallisiren.
Diese Salze sind sehr werthvoll zur Isolirung der leicht-Itislichen Sulfosauren. Bisher gab es iiberhaupt kein allgemein anwendbares Mittel, um diese Sulfosauren von anorganischen Salzen zu trennen. Jetzt hat man nur nothig, der Losung essigsaures Benzidin, Tolidin oder eine andere geeignetc Base zuzufiigen, das gefallte Benzidinsalz z. B. mit Barytwasser zu zersetzen und das Filtrat genau mit Schwefelsaure auszufallen, urn eine reine Losung der Sulfosihre zu erhalten. Haufig wird es sich auch empfehlen, das Salz der organischen Base mit Ammoniak zu zersetzen und das Filtrat zur Krystallisation zu dampfen, da die Ammoniaksalze der Sulfosauren haufig grosse Krystallisationsfahigkeit besitzen und erhebliche Loslichkeitsnnterschiede aufweisen. a -Napl~talinsulfosuzlre. Eine wassrige Losung des Natronsalzes giebt mit essigsauren Losungen von: Alzilin: auch nach langerem Stehen keine Fallung. Benzidilz: schon in der Kdte Fiillnng feiner Nadelu. o -ToZidha: erst nach langerem Stehen cine Fallung , leicht loslich in heissem Wasser, beim Erkalten feine wollige Nadeln.
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Zu diesem Zweck wurdeii 20 g der so erhaltenen Verbindung in 100 g Alkohol gelost, rnit wenig Ammoniak vermischt und in die kochende Losung 100 g Zinkstaub innerhalb 36 Stunden eingetragen. Nach Verlauf dieser Zeit wurde kochend heiss filtrirt und der fiberschiissige Zinkstaub wit siedendem Alkohol
Natronlauge versetzt, so entsteht momentan eine tiefrothe Fallung, die aber nach wenigen Augenblicken schwarz wird, sodass an eine Isoh u n g nicht zu denken ist.