Wässer im Haushalt und im Gewerbebetriebe
✍ Scribed by Hartwig Klut
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1934
- Tongue
- English
- Weight
- 1006 KB
- Volume
- 272
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-6233
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✦ Synopsis
B a c k e r e i . Das fur Backereien verwendete Wasserz. B. zum Anriihren des Teiges -mu8 von hygienisch einwandfreier Be. schaffcnheit sein. Um etwaige storende Farbungen des Brotes zu vermeiden, soll das Wasser moglichst eisens und manganfrei sein. Die Harte des Wassers spielt nach Aug. G a r t n e r , Jena, hierbei nur eine untergeordnete Rolle. L i t e r a t u r : ,,H y g i e n i s c h e L e i t s a t z e fur die Trinkwasserversorgung". Verc ijffentlichungen a m dem Gebiete der Medizinalvenvaltung. 38. Bd.. 1. Heft (1932). K a 1 n i g , .,Das chemische Praktikum des Mullers und Backers", 1921. W i e s e n m u 1 1 e r , ,.Die Mullerei", 1926.
B a d e w a s s e r. Wasser fur Badezwecke darf zu gesundheit5 lichen Bedenken keinen AnlaB geben; es hat also keine Bestandteile zu enthalten, durch die der Gesundheit des Menschen Gefahr drohen: in Frage kommen hier in erster Link die E r r e g e r solcher ubertragbarer Krankheiten, die durch das Baden in verseuchtem Wasser gelegentlich hervorgerufen werden konnen, wie Typhus, Paratyphus, Ruhr und die Weilsche Krankheit (fieberhafte Gelbsucht). Einen recht brauchbaren MaBstab fur die Beurteilung, ob ein Wasser in seuchenhygienischer Hinsicht zum Baden geeignet ist, stellt nach B u r g e r und N e h r i n g der Gehalt des Wassers an Colibakterien (Bacterium coli commune) dar, die in menschlichen und tierischen Darmausscheidungen (Fakalstoff en) gewohnlich in sehr groBer Menge enthalten sind. Nach dem heutigen wissenschaftlichen Standpunkt dies ser Forscher kann man i m allgemeinen annehmen, da8 erst ein Wasser, das noch in etwa ~/IW oder gar I/IOOO ccm ziemlich regelmaBig Colibaktes rien, besitzt, in 1 ccm also mehr als 100 oder sogar lo00 Colikeime aufs weist, als so weitgehend mit Fakalstoffen verschmutzt zu bezeichnen ist, daB das Baden in einem solchen Wasser stets recht erhebliche seuchenhygienische Bedenken auslosen mu8. Auikrdem darf ein gutes Badewasser durch tierische Schmarotzer. besonders deren Eier, z. B. von Eingeweidewurmern (Platts und Rundwurmern), sowie durch U1, Staub und RUB nicht storend verunreinigt sein.
FluBbadeanstalten sollten deshalb nicht in der Nahe des Eins laufes einer Kanalisation in einen Vorfluter, namentlich nicht allzu nahe unterhalb der Abwassereinleitungstelle errichtet werden.
Weiterhin soll Badewasser moglichst klar und geruchlos, ferner nicht zu hart und mineralstoffreich sowie arm an Eisens und Mangans verbindungen sein. Durch organische (Humusstoffe) gelb gefarbtes Wasser wird meist, zumal in weiI3en Wannen, als unangenehm emps funden. Auch darf Badewasser nicht sehadlich wirkende Stoffe (z. B. Gifte) enthalten.
Die Beurteilung von m e d i z i n i s c h e n Badern, z. B. Solbadern und dergleichen, sowie von Badern in der See ist hierbei nicht einr begriffen.
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