Versuche über den Entwicklungsprozess von Halogensilber-Gelatine-Emulsionen
✍ Scribed by Friedrich Bürki
- Book ID
- 102245353
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1927
- Tongue
- German
- Weight
- 217 KB
- Volume
- 10
- Category
- Article
- ISSN
- 0018-019X
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✦ Synopsis
Der Prozess der Entwicklung des latenten Lichtbildes ist in den letzten Jahren von zahlreichen Forschern zum Gegenstand wertvoller Untersuchungen gemacht worden I ) , nachdem Wilh. Ostwald und K . Schaum in ihrer Ubersattigungstheorie eine allgemeine Grundlage zu seiner Erklarung geschaffen haben2), die bis heute von den meisten Photochemikern angenommen worden ist.
Daluei ist zu unterscheiden zwischen ,,chemischer" und ,,physikalischer" Entwicklung ; von praktischer Bedeutung ist nur die ergtere, wahrend fur die Theorie des latenten Bildes die physikalische Entwicklung sehr wertvolle Aufschlusse bietet.
Die chemischen Entwickler bestehen in den meisten Fallen, wenn wir vom Eisenoxalat-Entwickler absehen, aus drei verschiedenen Bestandteilen, zunachst der eigentlichen Entwicklungssubstanz, dann einem Konservierungsmittel, meist Natriumsulfit, und einem Alkali, meist Soda, Pottasche oder Natriumhydroxyd. Am Entwicklungsprozess beteiligen sich alle drei Komponenten, was seine Untersuchung erschwert. Es ware wertvoll, eine Substanz zu haben, die allein und ohne weitere Zusatze entwickelt.
Vor einigen Jahren hatte ich beobachtet, dass eine wasserige Losung von Natriumhydrosulfit Bilder auf Bromsilberpapier hervorruft, ohne dass ich damals Gelegenheit hatte, genauere Untersuchungen anzustellen. Als erster scheint sich ,4. Steigmann mit der Entwicklung durch Hydrosulfit befasst zu haben3).
Meine Versuche wurden so ausgefuhrt, dass eine photographische Platte bezw. ein Stuck lichtempfindliches Papier hinter einem Graukeil-Sensitometer nach Eder-Hecht belichtet wurde, und zwar im h'ormalfall mit einer Hefnerkerze im Abstand ein Meter wiihrend einer Minute. Die Platte wurde dann in Streifen geschnitten und in Hydrosulfitlosnngen verschiedener Konzentration entwickelt.
Bereits eine Losung von O , l % Gehalt erwies sich als fahig, ein Bild hervorzurufen, wobei allerdings bereits eine Tendenz zur Schleierbildung unverkennbar ist. Die Skala des Sensitometers war bis 40° sichtbar.
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