DROESE U. STOLLEY postulieren in ihrer vorstehcnden Stellungnahme zu unseren Untersuchungen fiber Ern~hrung mit evaporierter Milch ohne 2. Kohlenhydrat, dab unser Ergebnis aus verschiedenen Grfinden, nicht zuletzt aber auf Grund der Regeln der klassischen P~dia~rie nicht h~tte eintreten dfirfen. Abg
Vergleichende Untersuchungen �ber Ern�hrung mit evaporierter Milch und Sammelfrauenmilch bei jungen S�uglingen
✍ Scribed by Sinios, Alexander
- Publisher
- Springer-Verlag
- Year
- 1955
- Weight
- 567 KB
- Volume
- 75
- Category
- Article
- ISSN
- 0044-2917
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✦ Synopsis
Die Verwendung evaporierter homogenisierter Milch (e.h.M.) ohne zweites Kohlenhydrat in der S/~uglingsern~hrung findet in unseren Breiten --fiberwlegend wohl durch industrielle Propaganda--zunehmend, Ausbreitung. Dabei ste]lt besonders das Fehlen des 2. K H ein Novum dar. gegen welches besonders DRoE sE u. STOLLEu warnende Stimmen erhobene Demgegenfiber stehen die Erfahrungen amerikanischer P/idiater, fiber die STICKLER U. ttA~RIS ktirzlieh aueh in Deutschland berichteten. Ohne Zweifel sind aber unsere Verh~ltnisse nicht mit denen Amerikas zu vergleichen undes scheint erforderlich, diese Ernis fiber die bisher vorliegenden Erfahrungsberichte (HAA~s, P~RES) und die zu unterschiedlichen Ergebnissen kommenden Statistiken (BEu WIECH]~T, DRO~S~ u. STOLL~Y) hinaus einer objektiven Prfifung zu unterziehen. Dabei sei nicht vergessen, dab die Statistik, als einzig objektive Prfifmethode am auslesefreien Material, nur eine von vielen AussagemSglichkeiten innerhalb der Gesamtbeurteilung einer Erni~hrung darstellt, aber immerhin eine Aussage, auf die nicht verzichtet werden kann.
Gerade an der Literatur fiber e. h. M. liil3t sich jedoch zeigen, dal~ selbst Versuche objektiver statistischer Priifung zu verschiedenartiger Beurteilung ffihren kSnnen. Einerseits liegt das am Methodischen, andererseits aber am klinisehen Krankengut, welches durch so zahlreiche, differente, endogene und exogene Faktoren belastet ist, dal~ der zu prfifende Nahrungsfaktor allzu leicht fiberdeckt wird.
E. Mi2LLER glaubt wegen dieses fast unentwirrbaren Komplexes vielseitiger Faktoren, dal~ man in der Urteilsfindung fiberwiegend auf in vitro-Versuche und Erfahrungsberichte angewiesen sei. PERES verziehtet auf statistische Vergleichsuntersuehungen, da ein so]ches Verfahren bei Untersuchungszahlen unter ~ Mille sachlich unnfitz sei.
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