Die Verwendung evaporierter homogenisierter Milch (e.h.M.) ohne zweites Kohlenhydrat in der S/~uglingsern~hrung findet in unseren Breiten --fiberwlegend wohl durch industrielle Propaganda--zunehmend, Ausbreitung. Dabei ste]lt besonders das Fehlen des 2. K H ein Novum dar. gegen welches besonders DRo
Schlu�wort zur Arbeit: ?Vergleichende Untersuchungen �ber Ern�hrung mit evaporierter Milch und Sammelfrauenmilch bei jungen S�uglingen.?
✍ Scribed by Sinios, A.
- Publisher
- Springer-Verlag
- Year
- 1955
- Weight
- 292 KB
- Volume
- 77
- Category
- Article
- ISSN
- 0044-2917
No coin nor oath required. For personal study only.
✦ Synopsis
DROESE U. STOLLEY postulieren in ihrer vorstehcnden Stellungnahme zu unseren Untersuchungen fiber Ern~hrung mit evaporierter Milch ohne 2. Kohlenhydrat, dab unser Ergebnis aus verschiedenen Grfinden, nicht zuletzt aber auf Grund der Regeln der klassischen P~dia~rie nicht h~tte eintreten dfirfen. Abgesehen davon, dab eine solche Aussage ein nicht bewiesenes Ergebnis vorwegnimmt, sind die Ergebnisse der klassischen P~diatrie nicht zwangsl~tufig auf die evaporierte Milch fibertragbar, wurden sie doeh an pasteurisierter Frischmilch mit einem grundsii~zlich anderen Gefiige gcwolmen.
Man kann auch nieht aus den Untersuchungen yon JocI~I~S u. WILOK-~IAIZs ohne weiteres auf evaporierte Milch rfickschlieBen, da bei der ,,Stcrilmilch" , deren Eignung diese Autoren priiften, ein ganz anderer, hinsiehtlieh der I-Iitzeeinwirkung sogar wesentlieh intensiverer Eingriff auf das physikoehemische Geffige der Milch erfolgt war.
Die Ausdeutung der Untersuchungen yon McCoLLUM u. GRUBB, dab bei Kondensmilchdarreichung die Zugabe yon Vitaminen nicht ausreichen soll, urn Rachitis und Skorbut zu vermeiden, widerspricht nun ihrerseits allen Erkenntnissen der Vitaminlehre und der ,,klassischen Padiatrie"; denn die Vitaminverhaltnisse liegen bier nicht viel anders als bei mehrmals aufgekochter Frischmilch. Die Deutung widerspricht aber dariiber hinaus sogar der zitierten Arbeit, in der lediglich festgestellt wird, dab die Mfitter nicht zuverlassig genug sind, um regelmaBig vitaminhaltige Beikost zu verabreichen, was mit Kondensmilch fiberhaupt nichts zu tun hat. Wieder ein anderes Problem ist, dab der in Deutschland iibliche Zusatz yon D-Vitamin zu den NondensmilChen nicht immer ausreicht, um Rachitis zu vermeiden. Nach bisheriger~ p/~diatrischen Erkermtnissen hat diese Frage nichts mit der Milch an sich, sondern lediglich etwas mit der Hfhe der Vitaminzugabe zu tun.
Wenn nun die Verfasser in 3 Punkten die Beweisbarkeit unserer Untersuchungen bestreiten, so ist diese Kritik an unserer Methodik fruchtbar
📜 SIMILAR VOLUMES