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Untersuchungen über Pilzfarbstoffe. I. Über das Atromentin

✍ Scribed by Kögl, Fritz ;Postowsky, J. J.


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1924
Weight
874 KB
Volume
440
Category
Article
ISSN
0074-4617

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✦ Synopsis


Uber die Konstitntioii der zahlreichen und mannigfaltigen Pilzfarbstoffe ist bisher nichts Sicheres bekannt geworden. Chemische Arbeiten fiiiden sich in diesem Gebiet nur sehr vereinzelt nnd liegen meist langere Zeit zuriick.') W. T h o r n e r 2 ) hat im Jahre 1878 eineu in Paxillus (9garicus) atromentosus Batsch (,,SamtfuS") vorkommenden ,,chinonartigen Korper" beschrieben. Paxillus atromentosus ist im Herbst an alten Baumstriinken ziemlich haufig zu finden. S m frischen Pilz ist nur der samthaarige Uberzug des Stieles und die Hutoberflache braun gefarbt, die Hauptmenge des Farbstoffs ist als Leukoverbindung darin enthalten. T h o r n e r erhielt aus den getrockneten und zerriebenen Pilzen einen weinroten Atherextrakt, welcher nach dem Eindunsten mit kochender Natronlauge ausgezogen wurde. Die alkalische Losung schied nach dem Ansauern den Farbstoff ab, welcher aus Alkohol oder Eisessig in dunkelbraunen, metallisch glanzenden Blattchen krystallisierte. Die Analysen des Farbstoffs und der gelben Acetylverbindung gaben gut stimmende TTerte fiir die Formel CllH803 eines Methyl-dioxy-naphthochinons; jedoch konnte T h o r n e r diese Iionstitution weder durch Oxydation noch durch Reduktionsversuche sicherstellen. Urspriinglich haben wir den Farbstoff, fur welchen wir nach der Herkunft den Namen Atromentin vorschlagen, nach dern Verfahren von W. T h o r n e r dargestellt. Es zeigte sich indessen, da8 die Leukoverbindung im Inneren der Pilzteilchen l) S. Czapek: Biochemie der Pflanzen, Bd. 111, S. 374, daselbst auch 2, Ber. 11, 533 (1878); 12, 1630 (1879). die gesamte Literatur. 2* 1) Ber. 38, 3956 (1905). $) S. Notie Seite 34. ' ) S. die folgende Notiz. ' ) Pozzi-Escot, B1. (3) 932 (1904).

  1. R. Meyer, B. 38, 3956 (1905).

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