Die verwandtschaftlichen Beziehungen der yon CIE~I~OWSKI (1867) aufgestellten Gat~ung Labyrinthula sind auch heute noeh ungewiB. Meis~ wird diese Gat~ung den Myxophyten zugeordnet (E~GL~ 1954), da ihre Ver~reter in Dbereins~immung mit den Acrasiales Aggregatplasmodien bilden. Sie en~wickeln jedoch k
Untersuchungen über Lebensweise und Kultur von Labyrinthula
✍ Scribed by Helma Klie; W. Schwartz
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 2007
- Tongue
- English
- Weight
- 907 KB
- Volume
- 3
- Category
- Article
- ISSN
- 0233-111X
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✦ Synopsis
Untersuchungen uber Lebensweise und Kultur von Labyrinthula HELMA KLIE und W. SCHWARTZ~) (Eingegangen am 25. 1. 1962) 1. Einleituq Die Gattung Labyrinthula ist 1867 von CIENKOWSKI beschrieben und benannt worden. Samtliche Arten besitzen ein netzformiges Pseudoplasmodium. Die spindelformigen Zellen gleiten entweder einzeln oder in strangahnlichen Aggregaten an weit verzweigten, netzfijrmig miteinander verbundenen, hyalinen Plasmafaden entlang, die am Ende der Zellen entstehen. Die bis jetzt bekannt gewordenen Labyrinthula-Arten leben zum Teil parasitisch in zahlreichen hoheren und niederen Wasserpflanzen, treten aber auch in den Wurzeln von Landpflanzen auf (Lab. macrocystis CIENK. in Carica papaya nach ASCHNER, 1958). Pathogen scheinen sie nur in einigen Fiillen zu sein, z.B. bei Zostera marina (RENN 1934, 35, 36). uber die Ernahrungsweise im Wirt ist nichts bekannt. Auffallig ist clas hdufig beobachtete Anpassungsvermogen an wechselnde NaCI Konzentrationen, von dem z.B. YOUNG (2943) bei Lab. macrocystis berichtet.
Wir haben fur unsere Untersuchungen Labyrinthula coemocystis benutzt, die von SCHMOLLER (1960) als neue Art beschrieben worden ist. Im November 1959 fand SCHWOLLER an Buhnenpfahlen, 1 3 km westlich der Warnemunder Mole, farbiose Cladophorabiischel. Er vermutete eine parasitare Zerstorung des Chloroplasten. Etwas Algenmaterial wurde auf Seewasseragarplatten (0,75y0 Agar, 0,03y0 WITTE-Pepton, Warnemiinder Seewasser) gebracht, die einen Tag vor der Materialentnahme in radialen Streifen mit einer Aufschwemmung von Ps. fluorescens in steriler physiologischer NaC1-Losung beimpft worden waren. Die Schalen wurden bei 15-18 "C aufgestellt. Nach 5 Tagen konnten die Algen entfernt werden. Nach weiteren 14 Tagen enthielten die Rohkulturen neben Diatomeen, Flagellaten, Amoben zahlreiche Labyrinthula-Zellen in der charakteristischen, als ,,Netzplasmodium" bezeichneten Verteilung. Von derartigen Rohkulturen, auf denen sich die Labyrinthulazellen bereits zu Aggregatcysten vereinigt hatten, sind wir ausgegangen. Um zusatzlich Kulturstamme zu erhalten, haben wir von Juli bis September 1960 Zostera-und Fucuspflanzen von verschiedenen Fundorten zur Untersuchung eingesammelt.
Angeschwemmte, braungefleckte Seegrasteile aus der Spiilsaumzone von Ludwigsburg am Greifswalder Bodden und von einem Steinwall (Hucke) an der W-Kiiste von Hiddensee wurden sofort auf Wasseragarplatten gebracht und bei 20-22 "C gehalten. Bewurzelte, frische Seegraspflanzen von einer Bucht an der W-Kiiste von Rugen (Buger Bodden) und vom 0-Ende der Halbinsel DarB (Bock) haben wir getrennt in Aquarien eingepflanzt und wahrend niehrerer Monate beobachtet. Auch a m diesem Material, besonders &us braunlich oder hellgriin verfarbten oder ausgebleichten Blattstiicken, und von normal gefarbten Thallusteilen von Fucus vesiculosus lieB sich Labyrinthula aul3erhalb der Gewebe mit den offenbar als Nahrung dienenden begleitenden Bakterien anreichern.
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