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Kultur und Entwicklung von Labyrinthula coenocystis n. sp.

✍ Scribed by Schmoller, H.


Publisher
Springer-Verlag
Year
1960
Weight
963 KB
Volume
36
Category
Article
ISSN
0003-9276

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✦ Synopsis


Die verwandtschaftlichen Beziehungen der yon CIE~I~OWSKI (1867) aufgestellten Gat~ung Labyrinthula sind auch heute noeh ungewiB. Meis~ wird diese Gat~ung den Myxophyten zugeordnet (E~GL~ 1954), da ihre Ver~reter in Dbereins~immung mit den Acrasiales Aggregatplasmodien bilden. Sie en~wickeln jedoch keine FruehtkSrper und weisen sehr abweichende morphologische Merkmale auf. Die Einbeziehung in eine Rhizopodenfamilie ist ebelffalls schwierig; naeh DO~L~I~-REIC~E~OW (1952) werden sie a]s selbs~/indige Organismengruppe an die Amoebina angereiht.

Labyrinthula-Zellen sind spindelf6rmig und leben nich~ einzeln, sondern sind dutch diinne filarplasmodiale Verbindungss~r/~nge, in denen sie gleiSende Bewegungen ausffihren, vereinigt. Der Verband kann b/iumehenfSrmig at~ssehen, oder die Fadenbahn isg wei~masehig netzartig verzweigt. Zuweilen beachtlich voneinander entfernt, bewegen sieh die Zellen in dem Fadensystem. Viele Einzelindividuen kSnnen aueh zu einer Wanderader zusammenriicken, bei der mehrere Zellen nebeneinantier ziehen und fiber lange Streeken 1/iekenlos zusammengedr/ing~ sin& Die bisher beobaehteten Labyrinr sind vornehmlieh matin oder SiiBwasserbewohner. Einige Arden leben saprophy~iseh an Wasserpflanzen, andere kSnnen in den Wir~ eindringen, dureh parasi~isehe Lebensweise ganze Phygalbes~/inde vernieh~en (I~]~NN 1936) und haben dann als Zerst.Srer der kfistennahen Flora des Meeresbodens beaehtenswerge wirtsehaftliehe Bedeu~ung. R~v3~L~ (1928) /~uBerte die Vermur dab Labyringhulen auch in unseren Gew/issern heimiseh sind, da er sie in einem mit HelgoI~nder Seewasser geffilI~en Aquarium in GS~ingen fand. Auch E~ar.~ haste sie sehon an Nia~erial aus dem Kieler Seewasseraquarium beobach~et (ZoPF 1887). Wurzelspitzen yon Landpflanzen werden ebenfalls yon Labyrin~hulen befallen (Asc~N~R 1958).

Die frfiheren Angaben tiber die Entwicklung dieser Pro~is~en sind unsieher and lfiekenhaft, da die Beobaeh~ungen an Rohkulturen im * Meinem hochverehrten Lehrer, Herrn Professor Dr. Dr. h. e. tI. v. G~-TT~E~, zum 80. Geburts~g" gewidmet.


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