Untersuchungen über Diguanid und einige daraus hergestellte Verbindungen
✍ Scribed by Rackmann, Karol
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1910
- Weight
- 809 KB
- Volume
- 376
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
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✦ Synopsis
R a c Rmann, Untersuchungen iiber Biguanid usw. 163 cyclohexanol, eine derartige Umkehrnng eintreten w i d , indem jetzt aus dem sechsgliedrigen Ring wieder ein funfgliedriger Ring entstehen wird: CH,-CH, Bei der Wichtigkeit, die gerade diese Umkehrnng der Pinakolinumlagernng fur das Verstandnis der Terpenumlagerungeii besitzt, ist die AufklLrung dieser Reaktion von besonderem Interesse. H,N . C:(NH) .NH. C i N + H,N = NH,.C :(NH) .NH . C:(NH). NH, Dicyandiamid + Ammoniak = Diguanid Da das Dicyandiamid durch die technische Darstellung des Calciumcyanamids (Kalkstickstoff) leicht zuganglich geworden ist , so wurde das Diguanid einer naheren Untersuchung nnterzogen, welche den Inhalt der folgenden Mitteilung bildet. Da sich in der Literatur keine Angaben zur Dars tellung von Dicyandiamid aus Calciumcyanamid fanden, muate dafur ein Verfahren gefunden werden. ' ) F u r die Bereitung gro5erer Mengen von Diguaiiid, wie man sie zu den folgenden Untersuchungen branchte, wurde eine neue Darstellungsmethode dieses Korpers ausgearbeitet (vgl. exp. Teil), die sich an die von H e r t h angegehene anlehnt. F u r die Versuche war es notwendig, das Diguanid in freiem Zustande zu isolieren, da die Salze derartiger Basen zu Untersuchungen wenig geeignet sind. Um die Anwendung von groderen Mengen von Natriumathylat zu umgehen, wurde das Diguaraid mit Baryt aus dem Sulfat in Freiheit gesetzt und die von Bariumsulfat befreite Losung im Vakuum eingedampft. So erhielt ich das bisher noch nicht beschriebene freie Diguanid in schon krystallisiertem Zustand. Bei den von mir angestellten Untersuchungen zeigte sich, da8 das Diguanid eine groBe Neigung zur Bildung des 1,3,5-Triazinringes hat. Die Cyanursaureabkommlinge werden bekanntlich als I, 3,5-y1riazine aufgefabt, denen nachstehendes Ringsytem zugrunde liegt: I) Sol1 und S t n t z e r , Ber. d. d. chem. Ges. 42, 4532 (1909). ' ) B a m b e r g e r , Ber. d. d. chem. Ges. 23, 1828 (1890).
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Die Substanz besitzt demnach die Zusammensetzung des t h y l -S t h e r s d e s 9 -P h e n y l -1 0 -m e t h y l -3.6 -d i b r a m -a c r i d s n o l s , dessen Bildung infolge Umlagerung der primiir gebildeten Ammoniumbase und itherbildung beim Kochen in Alkohol leicht versthdlich ist. Sie wird bei