Untersuchungen über die Zusammensetzung von Röstdextrinen
✍ Scribed by Dr. H. Rüggeberg
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1952
- Tongue
- English
- Weight
- 666 KB
- Volume
- 4
- Category
- Article
- ISSN
- 0038-9056
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✦ Synopsis
Es gibt wenige Gebiete, ,die von der chemischen Forschung bisher so stiefmutterlich behandelt worden sind wie das der Rostdextrine. Bei Durchsicht der Literatur finden sich nur einige wenige Arbeiten, in denen der Versuch gemacht wird, die Vorgange bei der Dextrinierung von Starke zu untersuchen und die Struktur der Rostdextrine aufzuklaren. Die Grunde hierfiir sind einleuchtend. Einmal bildet das Ausgangsmaterial, die Starke, an sich schon ein strukturell recht verwickeltes System, in das erst in den letzten Jahren eine gewisse Klarheit gebracht worden ist. Zum anderen ist der Vorgang der Dextrinierung eine komplexe Reaktionsfolge, die erstens schwierig streng reproduzierbar durchfuhrbar ist, und zweitens sets zu einem Gemisch vermutlich recht verschiedener Komponenten fiihrt, deren Trennung in strukturelle Individuen noch weit schwieriger seiri diirfle als bei der Starke, Es ist somit kein Wunder, dai3 die Rostdextrine fur eine exakte wissenschafkliche Bearbeitung bislang wenig attraktiv gewesen sind.
Dieser Zustand mag fur den Dextrinhersteller so lange von geringer Bedeutung gewesen sein, als die Rostdextrine ihren Markt ohne ernsthafie Konkurrenz behaupteten. Heute aber, im Zeitalter der Kunstharze, denen die Dextrine zur Zeit eigentlich nur noch in preislicher Hinsicht uberlegen sind, birgt diese Unkenntnis ernste Gefahr in sich. Der Zufall, der no& immer mehr oder weniger in die Produktion hineinspielt, muB ausgeschaltet werden. Der Abnehmer verlangt eine immer genauere Anpassung der Dextrin-Eigenschafken an die jeweilige Verwendung eine Forderung, die durch die Kunstharze in den meisten Fallen erfullbar ist. Dies sind schon zwei Grunde, die erneute Anstrengungen zur Strukturaufklarung der Dextrine und zur Aufklarung des Dextrinierungsvorganges rechtfertigen, wenn ein solches Programm uberhaupt einer Begrundung bedarf.
Die Dextrinherstellung umfai3t zwei wichtige Arbeitsgange, denen die anderen Verfahrensschritte mehr oder weniger nur Hilfestellung geben. Diese beiden Arbeitsg k g e sind die Ansaurung und die eigentliche RGstung der Starke. Beide Reaktionsstufen konnen sehr verschiedenes Ausmai3 haben, und die Ansaurung kann sogar ganz weggelassen werden. Auf Einzelheiten brauche ich nicht einzugehen, zumal Graefe (1) in seiner Zusammenstellung uber das gleiche Thema die einzelnen Gruppen der Rostdextrine genugend charakterisiert hat. Diese beiden Stufen sollen jetzt auch nur erwahnt werden, um die Vor-gZnge bei der Dextrinierung ihres verwirrenden Charakters moglichst zu entkleiden, indem ihre Wirkung auf das Endprodukt getrennt betrachtet wird.
Die Einwirkung der Saure auf die Starke erscheint auf den ersten Blick recht einfach, denn man weiC seit langem, dai3 geringe Mengen Saure, besonders bei hohen Temperaturen, das Starkemolekul verhaltnismafiig rasch abbauen, wobei glukosidische Verknupfungen gelost werden. Wie aber geht der Abbau vor sich, wenn die Starke nicht in * Aus dern wissenschafllichen Laboratorium des Klebsoffwerkcs der Fa. Henkel & Cie., Dusseldorf.
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