Zur Ermittlung des Futterwerts von LeindotterpreDkuchen (LPK) fur Schweine wurde auDer der Bestimmung der Inhaltsstoffe (Rohnahrstoffe, Aminosauren und Fettsauren) die Verdaulichkeit (VK) in einem Differenzversuch rnit 6 Mastschweinen ermittelt. Dariiber hinaus wurde in einem Futterungsversuch mit 6
Untersuchungen über die Eignung von Leindotterpreßkuchen als Futtermittel, 2. Mitteilung: Futterwert und Einsatzgrenzen bei der Fütterung von Wiederkäuern
✍ Scribed by Lebzien, Peter ;Daenicke, Reinhard ;Aulrich, Karen ;Böhme, Hartwig ;Einhoff, Kurt
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1997
- Weight
- 505 KB
- Volume
- 99
- Category
- Article
- ISSN
- 0931-5985
No coin nor oath required. For personal study only.
✦ Synopsis
Futterwert und Akzeptanz von LeindotterpreBkuchen bei Wiederkauern wurden in Versuchen an vier Hammeln, sechs pansenfistulierten und 18 intakten laktierenden Milchkuhen untersucht. Hinsichtlich der Akzeptanz ergaben die Versuche, daB Tagesgaben bis zu 0,24kg von Hammeln und bis zu 2,4kg von Milchkuhen problemlos verzehrt wurden. Der im Verdauungsversuch an Hammeln ermittelte energetische Futterwert lag bei 15,4 MJ ME/kg T bzw. 9 3 MJ NEL/ kg T. Die intakten bzw. pansenfistulierten Milchkuhe erhielten Kraftfuttermischungen rnit O%, 15% und 30% Leindotterkuchen zusammen mit einem Gemisch aus Gras-und Maissilage. Aufgrund seines hohen Gehalts an mehrfach ungesattigten Fettsauren fuhrte der Leindotterkuchen zu einer Abnahme des Essigpropionsaureverhaltnisses im Pansensaft von 3,3:1, iiber 3,O:l auf 2,7:1. Weitere Kennzahlen der Pansenfermentation (pH-Wert, NH,-N-Gehalt) wurden nicht signifikant beeinfluBt. Bei einer mittleren Milchleistung von 22,7 kg je Tag fuhrten steigende Mengen an Leindotterkuchen zu einem drastischen Abfall des Milchfettgehalts von 3,730/0 auf 3,28% bzw. 2,46%. Der MilcheiweiBgehalt nahm von 3,20% auf 3,18% bzw. 3,05% ab. Durch die Verfutterung von Leindotterkuchen wurde die Milchfettzusammensetzung, das heiBt die Qualitat des Butterfetts, deutlich verandert. So nahm der Anteil an gesattigten Fettsauren bis zu einer Kettenlange von CI8 von 75,3% bis auf 62,7% ab, der Anteil an einfach ungesattigten Fettsauren von 21,5% bis auf 33,5% zu, und der Polyensaurenanteil blieb rnit im Mittel 2,7% gleich. Ein EinfluB auf die Schmackhaftigkeit der Milch konnte nicht nachgewiesen werden.
* p < 0,os; ** p < 0,Ol.
📜 SIMILAR VOLUMES