Untersuchungen über die Darstellung von Chlor nach dem Magnesium-Manganit-Verfahren von de Wilde und Reychler. Von G. Lunge und U. Wegeli.
Untersuchungen über die Darstellung von Chlor nach dem Magnesia- Verfahren von Ludwig Mond
✍ Scribed by G. Lunge; U. Wegeli
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1898
- Tongue
- English
- Weight
- 553 KB
- Volume
- 11
- Category
- Article
- ISSN
- 0044-8249
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✦ Synopsis
Die Arbeitsweise wird dort kurz folgendermaassen angegeben: Die Contactsubstanz, deren Herstellung später beschrieben werden soll, wird eingefüllt in Cylinder aus feuerfesten Steinen, von eisernen Mänteln umgeben und von aussen heizbar, mit einem Einlassrohr für das Gas oben und einer Auslassöffnung für die abziehenden Gase nahe dem Boden.
Bevor man das Ammonchlorid in Dampfform einführt, erwärmt man die Contactmasse durch einen heissen inerten Gasstrom auf 350°. Unter inertem Gas ist in vorliegendem Falle ein möglichst von Wasser und Sauerstoff freies Gas zu verstehen; in der Praxis hat sich getrocknetes, möglichst wenig Sauerstoff enthaltendes Kalkofengas gut bewährt, das wesentlich aus Kohlensäure und Stickstoff besteht. Ist die gewünschte Temperatur erreicht, so tritt der Salmiak, zum grössten Theil in Salzsäure und Ammoniak dissociirt, in den Zersetzer ein. Es kommen folgende Reactionen in Betracht: Mg 0 + 2 NH 3 + 2 H Cl = Mg Cl 2 + H 2 0 + 2 NH 3 2 (Mg 0 + NH 3 + H Cl) = Mg-, 0 Cl, + H 2 0 + 2 NH 3 ; das heisst, es entsteht neben dem Mg Cl 3 noch eine Reihe von Oxychloriden. Das weggehende Ammoniak wird in einem besonderen Apparate absorbirt. Ist genügend Ammonchlorid eingetreten, so wird die weitere Zufuhr desselben unterbrochen und ein Strom inerten Gases von 500 bis 550°d urch den Zersetzer geleitet. Dies hat folgenden Zweck: 1. Es soll die Contactsubstanz auf die Temperatur von 550° gebracht werden. 2. Es sollen das Ammoniak und das gebildete Wasser möglichst vollständig entfernt werden. So lange in den abziehenden Gasen noch Ammoniak nachzuweisen ist, gehen sie in den Ammoniakabsorptionsapparat. Nach einiger Zeit tritt Salzsäure auf; nun muss das Gas in den Salzsäurethurm geleitet werden. Nach dem Verschwinden des Chlorwasserstoffs lässt man das inerte Gas noch einige Zeit durchstreichen. Ist die gewünschte Temperatur erreicht, so wird ein Strom gut getrockneter und in einem Winderhitzer auf 800 bis 1000° gebrachter Luft über die Contactmasse geleitet. Der Sauerstoff tritt nun folgendermaassen in Reaction: 1. Mg CI 2 + 0 = Mg 0 + Cl 2 2. 2 Mg Cl, + 0 = Mg 3 0 Cl, -+• Cl, 3. Mg 2 0 Cl 2 + 0 = 2 Mg 0-t-Cl 2 . Bei richtiger Führung des Processes soll das austretende Gas nur sehr wenig Salzsäure enthalten. Sobald die Chlorentwicklung abnimmt, lässt man die Temperatur auf 400° sinken und die Einführung von Salmiak beginnt aufs neue. Die genaue Beschreibung des Verfahrens findet sich ausser in den angegebenen
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