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Untersuchungen Über den Detritusgehalt in Seen und Flüssen

✍ Scribed by Dr. Eva-Marin Bursche


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1959
Tongue
English
Weight
1020 KB
Volume
44
Category
Article
ISSN
1434-2944

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✦ Synopsis


J e mehr das ~rodiiktionsproblerii an Bedeutiing gewinnt, iim so iriehr riickt die ,,Detritusfrage" in den Vordergrnnd des Interesses. Bis heute biet,et jedoch die quantitative Abtrenniing cles Detritus vom Plankton bei der Untersuchung der Schwehstoffe des Wassers grolle Schwierigkeit,en. Keine der bisher ublichen Methoden tier Lirnnologie und Rleeresforschung ermoglic,hm m r Zeit ein niengenniafiiges Erfassen der nnbelebten Teilchen.

Die Sedimentier-und Zentrifugenniethode schliel3en die gesanite im Wasser schwehende Materie mit ein. Die EiweiB-untl Chlorophyllbestimmungen basieren auf der am dein Wasser absiebbaren Snbstanzmenge. Bfi der Eiweirjbestimmung wird sowohl das EiweilJ des Phytoplanktons als auch das des Zooplanktons erfaBt, wahrend der Detritus nicht getrennt. nieljbar in Erscheinung tritt.. Der Chlorophyllgehalt, iiii Wasser wird als Ma13 fur die darin enthaltenen Phytoplanktonmengen angesehen. %war hat GILLBRICHT (1952) gezeigt, daB ein Teil des Chlorophylls im Detritus nachweisbar ist, doch bedeiitet das nicht, daB dieser Chlorophyllwert. ein Ma13 fur die vorhandene Detritiisnienge darstellt. Eine quantitative Bestinimung des r)etrit,iis jst also aiif diese %:eke nicht nioglich, weil die Sestonkomponenten methodisvli nicht voneinander zu trennen sind bzw. nicht einzeln bestimmt werden konnen. Selbst bei gleichzeitiger Bestimmung von Seston. organischer Siibstanz, Eiwei13 und Chlnrophyll laljt sich (lie netrituskoni~onent,e nur rechnerisch ungefahr ermitteln.

1st niir die Alge als solche Gegenstand der Untersuchung. spielt. der Detritus keine l(olle. .la, sogar w m n die Ueziehungen zwischen -4lgen iind Uniwelt unt.ersiir:ht werden sollen, ist er ohne Int,eresse. Es sei denn, der Detritus lie@ in solchen Mengen vor, da13 die quantitat,ive Bearbeitiing des Planktons im ,,Umgekehrten Mikroskop nac.h U T E R M ~H L " durch eberlagerung mit Det,ritus ersc,hwert, wird. was vornehmlic ti beini FluBplankton vorkonimen kann. In diesem Falle sind die Det,ritusmengen teilweise SO groB, tlaB der Wert, der Zahlmethode in Frage gestellt wird. Bei starker Detrit.usuberlagerung kann niir mit, geringen Probenniengen gearbeitet werden. Darin ist tlarin nur wenig Detrit,us vorhanden. Es liegt aber anrh nur eine geringe ilnzahl -on Algen vor. Entweder niuB man also auf Grund kleiner Indivicluenzahlen niit einern groBen Zahlfehler vorliebnehmen, oder aber eine Heihe yon Zahlkammern. yrfiillt niit. dern M'asser der einen zii unlersuchenden Prcibe, hearbeiten. was pinen IinverhaItnismaBig groDen Zcitaufwand erfordert.

TJber den produktionsbiolofiischen Wert des Detrit.us best,eht kein Zweifel. Xalirungsuntersuc,hungen haben immer wieder den Beweis geliefert, daB ein grolJer Teil (ler Fischnahrt,iere Detritusfresser ist. REHBROKK (1937) hat, z. B. in sehr eintlriicks-X-oller Weise mit Futterungsrersuchen den unt erschiedlichen Nahrwert v~rwf1ietlerit.r 1)etritnsarten darlegen konnen. Die Frage. welrhe Ikcleutriiig tiem im FVasser suspentlirrten 1)etritusanteil als SestonktJinponerite zukninmt. gilt es noch eingehend zri untersuchen. L)ie vorliegende Arheit sol1 niir cinen orientierenden Beitrag zu diesem Probleni liefern. L-nr .\nfsrhliiW iibrr dir ini \'iisscr rorliandrnrii l ~c t r i t n s n i e n ~r i i zii rrlangrn. sind verschiedene l'egr ringrschlaprn wordrn. .J;i'HsEFEi:r (l!Ul) hat rinr friiktionierte Arbeitsweisr ziir qiinntitittiren Erfassiuig des Triptons vorgesrlilageii. I)orh sind nirines \Vissrns hislier keine iiiit d i e m Metliotlr rrzieltrn Ergebnisse hpkanntgrgrbpn wortlrn. In rlrr ziivor grniinnten hrbeit wird insbesondere tlie Qiialitit drs Triptons hcliandelt i i n t l n;ic.litlriirklicli aiif sririr Hedriitiin; 1iingrwiest.n. K R E Y (l!j53') dagrgen hat rrrsiicht. :ins den Rrrtrn yon Seston-, EiweiB-, Phytoplankton-untl %oopl;iiiktonbtstiiriiiiiiii~eii tlPii 1)etritusgrhalt ~riiDrnortlnun~siii~il~ig anzugrbrn. hnf (;riintl seiner l~iitt~rsiicliiingrri kriniitcs rr 11. a. zei,vrn. daW clas rnglisrlir Kiistrnwassvr tlrtritusrrirlirv ( ; i i , i . n i t i c w r (1952) hefaljtr sir11 niit d v n i I)etritiis ini ZiisaiiinirnhaiiK iiiit, Clilorophyllbrstiiiini irn p n t lr s Ph y t o pl n n li t o ns. Es I1 ;it t r sir li liern iisges tcll t , tla 11 tli r ('lrloro ph y llwrr te nidi t nii t d m ~'h~toplanktonbrrerliniiii~eii in i'hrreinstiiiiiiinnp zu bringen wiirrn. Die Chlorophyllwcrte Ingcn betrirhtlicli Iiiiher.

iils sie ( k i n Ph~topl;inkton\olnmrn nacli bereehnrt u-ordrn waren, so dall r i w niclit u n ~~l i c b l i r l i r ~ 1lrngr ('hlnropliyll nls an tlrn I k t r i t u s zrhiinden angrnoinnirn wird.


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