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Über den festen und flüssigen Rhodanwasserstoff

✍ Scribed by Birckenbach, Lothar ;Büchner, Eberhard


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1940
Weight
1015 KB
Volume
73
Category
Article
ISSN
0365-9631

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✦ Synopsis


B i.r c k e n b a c h , B ii c h n e r . 1153 186. Lothar Birckenbach und Eberhard Biichner: Uber den festen und fliissigen Rhodanwasserstoff *) . :Aus d . Chem. Institut d . Uergakademie C1austhal.j (Eingegangen a m 25. September 1940.)

Bisherige 1-ersuche: Das Ziel, festen und fliissigen Rhodanwasserstoff rein und praparativ-gesichert darzustellen, hat sich bisher, wie nahe ihm auch immer einzelne Versuche gekommen sein mochten, nicht erreichen lassen. Das gilt von den ersten dahin gerichteten Bemiihungen von Wohlerl) und Liebig2), den folgenden von H e r m e s 3 ) , J o a n n i s 4 ) , Klasons), Mathews6) und anderen') bis zu den neueren Arbeiten von P a l a z z o und Scelsi*) und fur die in diesem Betracht aufschluIjreichste von R u c k und S t e i nm e t z s). Unsere Kenntnisse dieser im festen und fliissigen Aggregatzustand besonders zersetzlichen Verbindung mussen daher als recht ungenugend bezeichnet werden, was nicht venwnderlich ist, da sich fester Rhodanwasserstoff bisher nur in der geringen Menge von hochstens 0.25 g und dabei doch niemals als einheitliches Produkt am der Dampfphase hat gewinnen lassen, wie schon daraus erkennbar ist, daB wohl aus gasformigem Rhodanwasserstoff ein rein weiBes Silberrhodanid erhalten werden konnte, nicht mehr aber aus den1 kondensierten Produkt. Und um den flussigen Khodanwasserstoff ist es so bestellt, daIj er wohl voriibergehend wahrgenommen, aber niemals dargestellt wurde, so von W o h l e r (1. c.) ,,als wasserhelle Fliissigkeit in atherartigen Streifen herunterlaufend, die sehr bald gelb wurde und zu einer pommeranzengelben Materie erstarrte".

Alle Autoren gingen gemeinhin von Rhodaniden des Kaliums, Natriums, Ammoniurns, Bariums, Bleis oder Quecksilbers aus, auf die sie unter sehr verschiedenen Bedingungen verdiinnte, konzentrierte und gasformige Sauren einwirken lieBen, wie Schwefelsaure, Chlonvasserstoff und Schwefelwasserstoff. Nur R u c k und S t e i n m e t z gingen anders vor, indem sie feste Rhodanide mit festem Kaliumbisulfat behandelten, ,,das in diesem Falle eine gewisser-maBen wasserfrei verdiinnte Schwefelsaure darstellte" . Sie nahmen die Reaktion bei gewohnlicher Temperatur in einer geschlossenen, evakuierbaren Apparatur vor ( 2 0 4 0 mm) , die es ermoglichte, das feingepulverte Kaliumbisulfat aus einem Vorratsbehalter geregelt auf Kaliumrhodanid herabfallen zu lassen, des weiteren die Salze zu verriihren, den entwickelten Rhodanwasserstoff durch einstromenden Wasserstoff herauszuspulen, ihn iiber Phosphorpentoxyd ZLI trocknen und in einem auf -300 his -40° gekiihlten GefaI3 zu verdichten. Aus 10 g Kaliumrhodanid und etwa 15 g Kaliumbisulfat wurde 1 g reines Rhodanwasserstoff-Gas erhalten, das sich als ziemlich bestandig envies ; bei Darstellung des festen Rhodanwasserstoffes muBte man sich mit Ausheuten von bestenfalls 0.25 g begniigen. Die Autoren *) Zugleich XXXV. Jlitteil. zur Kenntnis cler Pseudohalogene 1) Gilb. Ann. Physik 69, 272 [1821].

  1. P o g g . .kin. 34, 57G [1835].

  2. Journ. prakt. Chem. [l] 9?, 168 j1866:. 4 ) Ann. Chim. Physique [5] ?6, 539 [1882j. 5) Journ. prakt. Chem. [2] 35, 400 [1887]; 36, 57 [18S7]. 6) Journ. phrsic. Chem. 9, 641 [1905].


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