Die Umwandlung von Aminosauren in Kohlehydrate ist als Gegenstand einer grossen Anzahl von Arbeiten eingehend untersucht worden l ) . Der umgekehrte Vorgang, die Bildung von Rminosauren aus Kohlehydraten, ist vie1 weniger erforscht. Hier sind die Kenntnisse im wesentlichen auf die enzymatischen Vorg
Untersuchungen über dei freien aminosäuren in der Leber bei verschiedener Ernährung. II. Glykolkoll und Serin
✍ Scribed by R. Kureger; O. Wiss
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1949
- Tongue
- German
- Weight
- 241 KB
- Volume
- 32
- Category
- Article
- ISSN
- 0018-019X
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✦ Synopsis
- Untersuchungen iiber die freien Aminosauren in der Leber bei verschiedener Ernahrung. 11. Glykokoll und Serin (4. v. 49.) von R. Krueger und 0. Wiss.
Der tierische Organismus ist unabhangig von der Zufuhr von Glykokoll und Serin in der Nahrung, denn er vermag diese beiden Aminosauren selbst zu synthetisieren. Die Frage, von w-elchen Vorstufen diese Synthesen ausgehen, ist bis heute nur zum kleinen Teil geklart. Knoop l) nahm an, Glykokoll entstehe (lurch B-Oxydation aus a-Amino-B-Oxysauren, doch konnte er einen strikten Beweis hierfur zu seiner Zeit nicht erbringen. Untersuchungen von Lent-huydt2) ergaben, dass sowohl Serin a h auch Glutamin in der Meerschweinchenleber als Vorlaufer des Glykokolls anzusehen sind. 8hewzin3) hat spater die Isotopenmethode auf dieses Problem angewandt und konnte damit eindeutig nachweisen, dass L-Serin in der Ratten-und l\leerschweinchenleber direkt in Glykokoll ubergeht. Dabei wird offenbar das 8-C-Atom zuerst noch weiter oxydiert und dann unter Bildung -vori Ameisensaure abgespalten, wahrend der Aminost ickstoff uiid der Csrboxylkohlenstoff des Serins sich unrerandert im Glgkokoll wiederfinden. Ebenfalls mit Hilfe der Isotopenmethode zeigten Winnick und Mitarbeiter4), dass in der Rattenleber auch der umgekehrte Vorgang -die Umwandlung von Glykokoll in Serin -mBglich ist. Nach Xakirmi's5) Versuchen, die an der intakten Ratte susgefuhrt wurdrn, ist anzunehmen, (lass sich hierbei Ameisensaure mit Glykokoll zu Serin verbindet. Die Ameisensaure entsteht nach tliesem Autor nber Glyoxyls%ure aus dem Glykokoll selbst.
Kann es also als gexichert gelten, dass Serin z u Glykokoll abgebaat und dass am Glykokoll Serin synthetisiert wird, so ist eine Synthese dieser Aminosauren aus N-freicn Vorstufen noch nicht bekannt geworden. Eine Amiriierung der betreffenden a-Ketosauren, wie sie fruher angenommen wurde, ist nach Shemin's (loc. cit.) Ergebnirssen
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## Abstract Aus Tabelle 1 geht hervor, dass verschiedene Ernährung keinen deutlichen Einfluss auf die Gesamtkonzentration der freien Amino‐säuren der Leber ausübt.